Für die Zukunft der Nerven

Einfach zum Quendel greifen

Der Blick auf das Kommende und vor uns Liegende ist oft ein ungewisser. Nur selten gibt es Propheten, die exakt mit ihren Prognosen recht behalten. Nichts desto trotz sind Heilkräuter vor allem dazu geeignet, den Leib und die Seele so zu festigen, dass sie in der Zukunft besser für so manche Herausforderung gewappnet sind. Vereinfacht ausgedrückt heißt dies, in vorbeugender Weise eine bessere persönliche Konstitution anzustreben. Im Quendel (Thymus serpyllum) begegnet uns ein Heilgewächs, das genau diesen Erwartungen besonders gut gerecht werden kann. Durch seine magen- und nervenstärkende Eigenschaft stellt er ein brauchbares pflanzliches Tonikum dar. Ferner wirkt er krampflösend und beruhigend und nicht zuletzt auch auswurffördernd, wenn es gilt, Entzündungen der Atemwege zum Ausheilen zu führen. Der Quendel ist ein Gewächs, das sich auf mageren sonnigen Waldwiesen, Böschungen und Wegrändern zu behaupten weiß. Selbst auf Felsplatten und auf alten Mauerbänken ist er zu finden. Ein liebevoller Blick auf unseren Körper führt uns zu der Einsicht, dass derselbe ein Wunderwerk ist. Damit er in seiner Komplexität funktioniert und für einen reibungslosen Ablauf der lebenserhaltenden Vorgänge sorgen kann, besitzt er die Nerven als verborgene Verbindungsstellen. Es lohnt sich gewiss, sie in regelmäßigen Abständen zu achten und vor allem, für sie konkret etwas zu tun. Im kleinwüchsigen, aber durchaus wirkkräftigen Quendel steht uns ein Kraut zur Seite, das für eine gute Zukunft unserer Nervenbahnen einen beträchtlichen Beitrag leisten kann.

Nervenstärkender Tee

Vom frischen oder getrockneten blühenden Kraut des Quendels, das man als erstes zerkleinert, nimmt man ganz einfach 2 gehäufte Teelöffel voll und überbrüht sie mit ¼ Liter kochendem Wasser. 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen, damit in dieser Zeit sich die ätherischen Öle des Quendels nicht verflüchtigen und dann abseihen. Um die Nerven zu unterstützen, trinkt man am besten morgens und abends je 1 Tasse davon. Zusätzlich fügt man dem Tee noch den Saft einer halben Zitrone bei und süßt ihn reichlich mit Honig, so dass er nicht zu sauer mundet.


Quendel ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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