Nach den Blüten kommen die Blätter

Beim Birnbaum hat beides seinen Wert

Geduld ist eine wertvolle Tugend. Schon in den kleinen Alltäglichkeiten kann man sie anwenden und trainieren. Hierzulande ist es oft gar nicht selbstverständlich, sich vor einem Amt oder einer Kasse in einer Reihe anzustellen. Das kann man andernorts viel besser. Also, alles der Reihe nach! Ein Vorbild darin ist die wachsende Natur des Frühlings. Zuerst brechen die Knospen auf, dann wird den Blüten der Vorrang gegeben und zuletzt verlegt sich die Kraft eines Baumes in das Ausbilden der Blätter. Das können wir auch beim Birnbaum beobachten. Unlängst war in den Medien noch die Rede vom Rückgang ganz alter Mostobstbäume, die z. B. im niederösterreichischen Mostviertel das namensgebende Erkennungsmerkmal sind. Dort gibt es ganz schützenswerte alte Sorten, deren Erhalt nun für die Zukunft mithilfe intensiver Forschung gesichert werden soll. Die alten vorhandenen Baumriesen sind sehr nahe verwandt mit der ursprünglichen wilden Form der Birne, die wir gerne auch als Holzbirnen bezeichnen. Wenn gegenwärtig die Blütenpracht der alten Pflanzenriesen bereits im Vergehen ist, kommt nun die auszubildende Belaubung an die Reihe, die in ihrem saftigen Grün ebenfalls eine Augenweide darstellt. Dadurch werden wir an eine heilende Wirkung erinnert, die in diesen Sauerstofflieferanten enthalten ist. Die eingangs erwähnte Geduld, die nicht nur uns selbst, sondern viel mehr noch unseren Mitmenschen das Leben erträglicher werden lässt, ist gleichfalls notwendig, wenn wir so manches Leiden wiederum aus dem Körper verbannen wollen. Gerade im Bereich der Nieren und der Blase braucht es Zeit, wenn der harnabführende Bereich in eine Schieflage gekommen ist und für Unannehmlichkeiten sorgt. In seinen Blättern nimmt sich der Holzbirnbaum bildlich gesprochen ganz konkret Zeit, dass sich der Umstand wieder zum Besseren wendet. Daher sollte es den davon Betroffenen ebenso die Zeit wert sein, sich mit den Blättern des Birnbaums auszukurieren.

Birnblätter in Teeform:

Von einem Wirdbirnbaum oder einer alten naturnahen Mostobstsorte pflückt man frische Blätter, um sie nach der Reinigung zu zerkleinern. 2 Teelöffel davon übergießt man mit 1/4 Liter kochendem Wasser. 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen und dann abseihen. 3-mal täglich 1 Tasse davon ungesüßt trinken. Das ist eine vortreffliche Begleitmaßnahme bei Nierenbeckenentzündung und bei Blasenleiden. Beides bedarf selbstverständlich auch der ärztlichen Diagnose und Therapie. Der beschriebene Tee erweist sich als keimtötend und reinigend. Die Harnwege profitieren besonders davon.


Birnblütenzweig mit Blättern ⓒ H. Benedikt O.Praem., Stift Geras





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