Solange die Pracht anhält

Kirschenblüten unterstützen die Haut

Staunen nur kann ich und staunend mich freuen! – so singen es viele von uns in den Kirchen, wenn das Glorialied der Deutschen Messe von Franz Schubert angestimmt wird. Doch das Staunen und Freuen beschränkt sich gewiss nicht nur auf die ehrfurchtserweckenden Sakralräume, sondern darf nun in reichem Ausmaß seine Fortsetzung in Gottes freier Natur finden. Meint es die Sonne gut mit uns, so sind Tag für Tag neu Überraschungen eines blühenden Staffellaufes in den Beeten und vor allem an den Bäumen und Sträuchern zu entdecken. In milden Klimazonen findet dieses Schauspiel oft schon sehr früh im Laufe des Frühlings statt. Dort, wo rauere Wind wehen oder der Frost noch länger ausharrt, setzt dieser Prozess erst später ein. So ist es nun immer noch möglich, blühende Kirschbäume neben vielen anderen Obstsorten zu entdecken. Die Kirschbäume zählen aber wohl zu den prächtigsten Exemplaren dieser Art. Mit jener Meinung stehe ich gottlob nicht allein auf weiter Flur. Ganze Völker stimmen dem zu, wenn wir nur auf die Bienen blicken, die heerscharenweise ausziehen, um sich an den Kirschblüten zu laben und gleichzeitig für deren Fruchtbarkeit zu sorgen. Uns Menschen ist es leider eigen, dass der Neid sein fatales Spiel mit uns treibt. Die Schönheit ist bekanntlich ein begehrtes Gut, das wir uns nur zu gerne wünschen, um womöglich an Attraktivität die anderen zu übertreffen. Der Kirschbaum hat kein Problem damit, zeit seines weißen Aufstrahlens ein gewisses Maß an Schönheit abzugeben. Er stellt zwar kein Kosmetikum dar, kann jedoch einen gesunden Aufbau unserer Haut unterstützen. Heute lade ich daher ein, an der blühenden Pracht des Kirschbaumes zu partizipieren und etwas auf natürliche Weise für ein gutes Aussehen zu unternehmen.

Bad mit Kirschenblüten:

Von den Blüten der Garten- oder der Wildkirschen, die man frisch abpflückt, nimmt man einige Hände voll und überbrüht sie mit 3/4 Liter kochendem Wasser. Nach dem Abkühlen abseihen, dann noch 1/4 Liter hochprozentigen Alkohol dazugeben und in einer verschlossenen Glasflasche 14 Tage in die Sonne stellen. Danach dunkel und kühl lagern. Mit diesem zubereiteten Quantum kann man 4 Bäder durchführen, wobei das Wasser eine Temperatur von 36° C haben sollte. Den Blütenzusatz erst in die Wanne leeren, wenn man sich schon darin befindet. Diese hautstärkenden Bäder führt man sinnvollerweise im 3-Tages-Abstand durch.


Kirschen: Blüten und Früchte ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





Kommentare geschlossen.