Sich mit Pflanzenduft umgeben

Rosmarin als Verbesserer der Schrankatmosphäre

Die Nase ist eine ganz wertvolle Hilfe, die uns der Schöpfer mit auf den Weg unseres Lebens gegeben hat. Gewiss ist das Riechorgan bei manchen uns lieb gewordenen Haustieren wie etwa den Hunden viel sensibler ausgebildet, doch sollten wir unsere Fähigkeiten in dieser Hinsicht auch nicht unterschätzen. So wissen wir z. B. öfter als uns recht ist, was uns nicht unter die Nase kommen sollte. Mit dem Rosmarin (Rosmarinus officinalis) möchte ich mich heute ganz bewusst diesem Thema zuwenden. Dieser mediterrane Lippenblütler vermag mit seinen Wirkstoffen den Leib in eine freudige und lebendige Stimmung zu versetzen. Das geschieht entweder durch das Trinken eines Rosmarin-Tees oder durch ein Bad, das mit einem Absud des blühenden Krautes der Gewürzpflanze als Zusatz angereichert wird. Diese unterstützenden Maßnahmen sollten jedoch am besten zwischen dem Aufstehen und dem früheren Nachmittag durchgeführt werden, damit nicht der nächtliche Schlaf durch die Nachwirkungen des belebenden Rosmarins ganz ungewollt verkürzt wird. Unter dem Motto „zurück zur Natur“ kann das Aroma dieser Pflanze, das sich beim Berühren der Zweige derselben sofort an die Finger heftet, auch zu einem kosmetischen Zweck herangezogen werden. Denn nun gilt wahrscheinlich die Aufmerksamkeit der Gartenliebhaber wiederum vermehrt den Topfpflanzen, die den Winter in frostgeschützten Räumen überdauert haben und die sich gleich uns Sonnenhungrigen ebenfalls darauf freuen, erneut ins Freie zu kommen. Vielleicht ist es im Zuge einer geplanten Übersiedlung vor die Haustür auch notwendig, den einen oder anderen Zweig des Rosmarins abzuschneiden. Solange diese noch eine gute Konsistenz aufweisen, kann man sie durchaus für den Kleiderschrank verwenden.

Kleider mit Kräuteraroma bereichern

Beim Lagern und Aufbewahren von alltäglich getragener und verwendeter Wäsche kann man sich eines guten Effekts des Rosmarins bedienen. Blühende Zweige, die bereits vor dem Auswintern von den Topfpflanzen geschnitten werden, legt man in den Kleiderkasten. Das Aroma des Rosmarins verändert so die Atmosphäre im Schrank und begleitet den Träger der Kleidungsstücke in den Tag hinein. Das erhellt nicht zuletzt das Gemüt.


Rosmarin ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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