Schluckweiser gesunder Vorrat

Die Goldmelisse als beruhigende Helferin

Je mehr wir uns davon entfernen, die Nahrung durch unserer Hände Arbeit zu beschaffen, wie das in kleinen bäuerlichen Wirtschaften gang und gäbe war, desto häufiger sind wir auf das angewiesen, was uns der Markt in den Geschäften anbietet. Ein Haltbarkeitsdatum verleiht uns die Gewissheit, dass wir es beim Erwerb mit frischer und qualitätsvoller Ware zu tun haben. Bei Kräutern können wir nach wie vor selbst einen Gewinn daraus ziehen, wenn wir uns darübertrauen, ein Hausmittel selbst herzustellen und anzuwenden. Die Blüten der Goldmelisse (Monarda didyma) etwa, die gerne in der warmen Jahreszeit unsere Gärten ziert, sind durchaus dazu geeignet. Um diese zumindest für ein Jahr haltbar zu machen, genügt es, sie nach dem Pflücken sorgfältig zu trocknen und ebenso vor Feuchtigkeit geschützt aufzubewahren. Dadurch erhalten sich ihre wertvollen Inhaltsstoffe und Heilkräfte. Ein weiterer Weg, der zum Konservieren derselben geeignet ist, besteht darin, die Pflanzenteile mithilfe von Alkohol einerseits zu extrahieren und andererseits gebrauchsfertig über längere Zeit verfügbar zu haben. Gerade jetzt gilt es die Zeit bis zum neuen Grünen und Blühen zu überbrücken. Und es ist noch nicht zu spät, sich ein beruhigendes Hausmittel anzusetzen, um in den kommenden Monaten davon zu profitieren. Der Vorteil eines alkoholischen Auszuges, der mit der Goldmelisse komponiert wird, besteht darin, dass man diesen sowohl innerlich als auch äußerlich zum Einsatz kommen lassen kann. Es ist gar nicht schwer, sich selbst mit guter Kräuterware zu beschäftigen und eigenhändig für die Gesundheit etwas zu tun.

Goldmelissen-Schnaps:

Zum Herstellen benötigt man 100 g getrocknete Blüten der Goldmelisse, die man selbst vorrätig hat oder im Fachhandel erwerben kann. Diese werden in 1 Liter 40%igem Alkohol angesetzt. 14 Tage in verschlossener Flasche auf der Fensterbank ausziehen lassen. Danach einfach abseihen und fertig ist der aromatische Kräuterauszug. Um den Magen zu beruhigen, kann man vor der Hauptmahlzeit ein Stamperl voll zu sich nehmen. Zur Hautpflege hingegen verwendet man denselben, indem man ihn auf einen feuchten Waschlappen gibt und sich einreibt. Über die Haut wirkt dieser Schnaps ebenfalls beruhigend.


Goldmelisse ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya





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