Erschwerter Zugang unterm Gesicht

Den Leinsamen äußerlich einsetzen

Wenn alle auf einmal losfahren, kommt kaum einer weiter. Das hat sich ja erneut gezeigt, als sich am vergangenen verlängerten Wochenende viele aus den städtischen Ballungszentren Richtung Urlaubsziel oder Zweitwohnsitz per Auto aufgemacht haben. Staus und zähfließender Verkehr waren die logische Folge. Durch unsere Stirn- und Nebenhöhlen quält sich gottlob kein umweltbelastender Verkehr. Dennoch verursachen Entzündungen der Schleimhäute ebenfalls einen unliebsamen Stau. Daher soll heute der Leinsamen einmal mehr vor den Vorhang treten, obwohl man ihm womöglich eine ganz andere Rolle zubilligt. Es ist doch so, dass der Samen des Flachses gemeinhin eher mit der effizienten Unterstützung des Verdauungsapparates in Verbindung gebracht wird. Gerade jetzt, wo wissenschaftliche Studien bzw. internationale Ernährungsorganisationen einen alten Hut hervorzauberten, um vor übermäßigem Fleisch- und Wurstkonsum zu warnen, bekommt auf einmal das vielfach geschmähte Müsli eine erneute Bedeutung und somit auch die Bestandteile des durchaus gesundheitsfördernden Frühstücksmahles. Dazu zählt nun einmal der Leinsamen. Doch kehren wir zurück zu unserem Gesichtsfeld und den heiklen Zonen, die sich darunter verbergen und oft erst dann Beachtung finden, wenn sich in deren Schleimhäuten Entzündungen einstellen, die bekannte Probleme wie Druckgefühl oder sogar Kopfschmerzen verursachen. Da die Stirn- und Nebenhöhlen kaum direkt zugänglich sind, muss man einen anderen Weg finden, um der betroffenen Krisenregion eine effiziente Hilfe zukommen zu lassen. Es bleibt also so gesehen nichts anderes übrig, als es mithilfe einer äußerlichen Anwendung zu probieren. Und hierzu darf der Griff nach dem Leinsamen im wahrsten Sinne des Wortes wärmstens empfohlen werden.

Auflagen aus Leinsamen:

Wenn sich die Stirn- und Nebenhöhlen der Nasenzone entzündet haben, sollte man versuchen, diesen Zustand zu beseitigen. Mithilfe von Leinsamen kann man eine Linderung erwirken. Dazu verkocht man Leinsamen mit einer doppelten Menge desselben an Wasser zu einem zähflüssigen Schleim. Diesen wiederum wickelt man in ein Stück Leinenstoff und legt ihn so warm als möglich auf die betroffenen Stellen auf. So lange oben lassen, bis die Auflage ausgekühlt ist. Nach Bedarf wiederholen.


Leinpflanze ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya



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