Sie hat es wiederum geschafft

Die Wegwarte erhebt erneut ihr Haupt

Heute dürfen Sie, werte Leser, ein paar frohe Botschaften entgegennehmen. Dabei stehen selbstredend an erster Stelle die Passagen der Bibel, in denen die Erschaffung der Erde und des Menschen geschildert werden und die uns den menschgewordenen Gott in Jesu nahebringen, auf dessen Offenbarwerden eben diese Schöpfung wartet (vgl. Röm 8, 18–23). Und dann etwas scheinbar eher Banales: die Wegwarte (Cichorium intybus) blüht wiederum an den Straßenrändern. Gewiss tuen die Landesbediensteten der jeweiligen Straßenverwaltungen ihre Pflichten, wenn sie das Gras am Bankett regelmäßig abmähen und kurz halten. Aber ebendort hat die Wegwarte gemäß ihrem Namen den angestammten Platz. Bereits im Hochsommer, als sie in voller Blüte stand, setzten sie Mähwerke dieser blauen Pracht ein jähes Ende. Eigentlich hätte die Wegwarte daraufhin kapitulieren und sich auf ihre mächtige Wurzel zurückziehen können, um gleichsam für dieses Jahr bereits ihren Ruhestand zu genießen. Jedoch ist genau das Gegenteil der Fall. Sie hat sich – und wie ich meine, auch uns Menschen – nicht aufgegeben. Weil da in der Wegwarte gerade für uns etwas parat liegt. Sie wird es sicher erneut überstehen, wenn wir uns ihrer Pflanzenteile bedienen, um sie für unsere Gesundheit zu verwenden. In diesem Sinne steht sie uns gleichsam von Kopf bis Fuß zur Verfügung. Wir selbst bleiben stark, wenn unsere Verdauung gut funktioniert. An diesem Prozess, der die aufgenommene Nahrung in konkrete Stärke und Wachstum verwandelt, sind nicht nur der Magen und der Darm beteiligt. Die Wegwarte wirkt auch positiv auf die angrenzenden Organe.

Dreier-Gemisch der Wegwarte:

Getrocknete und zerkleinerte Wurzeln, in gleicher Weise aufbereitete Blätter und Blüten der Wegwarte werden gut durchgemischt. Es genügt 1 gehäufter Teelöffel davon, um ihn in 1/4 Liter kaltes Wasser zu geben. Beides miteinander kurz aufkochen, noch 5 Minuten ziehen lassen, dann abseihen. Bei Verdauungsbeschwerden und bei Magen- bzw. Darmproblemen kann man 2 Schalen voll pro Tag trinken. Durch den Genuss dieses aufgekochten Kaltansatzes stärkt man zusätzlich die für unsere Gesundheit höchst notwendige Funktion der Bauchspeicheldrüse.


Wegwarte ohne Wurzel ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya


Kommentare geschlossen.