Das Geschäft mit der Angst

Kardamom stärkt Magen und Nerven

Es ist schon eigenartig: je mehr jemand an Reichtum oder technischen Hochleistungsgeräten besitzt, desto höher ist gleichzeitig dessen Sorge um den Erhalt derselben. Die Angst geht um, es könnten Unbekannte etwas rauben oder beschädigen. Die furchterregenden Szenarien machen auch vor der vermeintlichen Insel der Seligen in Form unseres Alpenstaates nicht Halt. Aus Furcht vor mehr Zerstörung durch Muren und Hochwasser wird wiederum viel Geld in die Hand genommen, um Schutzwälle zu bauen. Der Kardamom, der als Gewürz einen guten Ruf hat, ist eine Pflanzenfrucht eines exotischen fernöstlichen Gewächses, das mit dem berühmten Ingwer zu einer botanischen Familie zählt. Normalerweise bringt man die Körner des Kardamoms nicht in Verbindung mit bedrohlichen Aussichten oder zu befürchtenden Naturkatastrophen. Vielmehr steht diese durchaus schmackhafte Speisenbeigabe in Zusammenhang mit einer Zeit, die uns noch in weiter Ferne zu liegen scheint. Denn es ist vor allem der Advent, in dem die Backkünste so Vieler gefragt sein werden, damit spätestens kurz vor Weihnachten genügend Lebkuchen oder ähnliche Köstlichkeiten, die dem Gaumen schmeicheln, zur Verfügung stehen. Doch die Klugen bauen vor und versuchen, etwas dazu beizutragen, damit sie besser mit persönlichen Befürchtungen und Ängsten umgehen können. Dafür erweist sich der Kardamom als wertvolle Unterstützung. Die Vorbereitungen für den kommenden Winter bestehen ja auch darin, die Früchte des Gartens und der Flur haltbar anzusetzen. Ein Gewürz sollte auch dabei nicht fehlen.

Selbstgemachte Liköre anreichern:

Beim Erzeugen von so mancher Köstlichkeit, die wir der sommerlichen Ernte von den in den Gärten befindlichen Bäumen und Sträuchern verdanken, sind feine Liköre eine Form des angestrebten Endproduktes aus eigener Hand. Gibt man den alkoholischen Ansätzen etwas zerstampfte Kardamomkörner bei, bekommt das Getränk eine besondere geschmackliche Note und der Genießer profitiert zudem von der magenfreundlichen und nervenstärkenden Wirkung des exotischen Gewürzes.


Kardamom ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

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