Hochsaison lästiger Insekten

Mit Kräutern vorbeugen und nacharbeiten

Nana Mouskouri hatte leicht singen, wenn sie einst den beliebten Song „Guten Morgen, Sonnenschein!“ anstimmte. In Tagen wie diesen klingt das eher wie eine Bedrohung. Die Hitze zeigt gegenwärtig, was sie kann. Ihre Folgen sind unter anderem schwere Gewitter und Unwetter, die großen Schaden verursachen. Und es schwirrt, summt und brummt. Bei sommerlichen Temperaturen haben auch die uns oft so lästigen Insekten Hochsaison. Heilkräuter wie Wermut, Beifuß, Spitzwegerich und Lavendel sind ebenfalls Profiteure der warmen Tage. Natürlich sind sie genauso wie wir dankbar für den einen oder anderen vorhandenen Tropfen Wasser, der an die Wurzeln vordringt. Doch können sie andererseits der direkten Bestrahlung durch die Sonne ganz gut Paroli bieten. Und im Zusammenhang mit Mücken, Gelsen, Bienen, Wespen und Bremsen haben sie auch einiges intus, ohne dass man ihnen diese Kraft von außen ansehen würde. Der einzige Nachteil besteht lediglich in der Bewegungsunflexibilität der Pflanzen. Ich meine damit, dass die fliegenden Blutsauger und Stecher oft unversehens ihr Ziel, die bloße Haut des Menschen, erreichen und dort ihre meist schmerzvolle Präsenz auskosten. Damit ist aber noch nicht aller Tage Abend, abgesehen von Allergikern, deren Organismus oft sehr heftig auf einen Insektenstich reagiert. Leider gab es dazu heuer ja schon ganz schreckliche Schlagzeilen. Da gilt mein ganzes Mitgefühl den Betroffenen! In harmloseren Fällen aber kann man vor einem Gang ins Freie z. B. Lavendelöl hernehmen, um damit den ganzen Körper bzw. die freien Hautpartien einzureiben. Der dadurch verströmende Duft hält meist die Mücken und andere surrende Stecher auf Distanz. Wird man von einem Insekt gestochen, ist es wiederum möglich, ein Blatt des Spitz- oder des Breitwegerichs abzuzupfen, es leicht anzudrücken, um es dann auf den neuralgischen Schmerzpunkt zu legen. Das bewirkt zu einem hohen Prozentsatz, dass die Folgen des Stiches meist am nächsten Tag schon verschwunden sind. Garantie gibt es hierbei aber kaum, da jeder auf Insektenbisse auf je eigene Art reagiert.

Wermutblätter bei Bienenstichen:

Oft passiert es ungewollt, dass sich eine Biene durch unsere Nähe bedroht fühlt und daraufhin ihr Leben durch einen Stich aufs Spiel setzt. Nach einer derartigen unliebsamen Begegnung sollte man zu allererst den Stachel aus der Haut ziehen. Mit frischen Blättern des Echten Wermuts oder des Beifußkrautes, die zuvor zerdrückt wurden, reibt man die Stichstelle ganz kräftig ein, um eine baldige Minderung der Folgen des Stiches herbeizuführen. Das lässt sich auch bei Wespenstichen anwenden. Bei allergischen Reaktionen ist jedoch unverzüglich ärztliche Hilfe anzufordern.


Wermut ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

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