Ohne die Umwelt zu belasten

Schmierseife zur Hautpflege heranziehen

Unser Gedächtnis wird manchmal ganz gut aufgebessert, wenn so manches Untersuchungsergebnis eine Altlast zum Vorschein bringt. Denn nur allzu schnell sind die oft so gepriesenen 70er-, 80er- und auch 90er-Jahre des vergangenen Jahrhunderts wieder in Vergessenheit geraten. In gutem Glauben wurden chemische Substanzen eingesetzt, um zu düngen, zu festigen oder einfach nur weichzuspülen. Das Ergebnis konnte sich meist sehen lassen. Ob aber die dafür verwendeten Substanzen auch schnell von der Umwelt abgebaut werden konnten, stand lange nicht zur Debatte. In dieser Hinsicht leben wir zumindest scheinbar in viel besseren Zeiten. Um nicht alles zu verteufeln, sei heute einmal die Schmierseife von imaginär verstaubten Regalen heruntergeholt und in die Hand genommen. Die hatte in früheren Jahrzehnten Hochkonjunktur, wenn es galt, den Boden zu schrubben und die Flure wiederum sauber zu bekommen. Gefährlich war an dieser Waschsubstanz lediglich die erhöhte Rutschgefahr, die deren Verwendung mit sich brachte und so manches unsanfte Landen am harten Boden auslöste, ging man unbedacht über eine frisch aufgewaschene Fläche. Die Schmierseife, die aus reinen Pflanzenölen gewonnen wird, sollte man auf keinen Fall ad acta bzw. zu den auszurümpelnden Dingen legen. Viele wissen um ihren reinigenden Wert, den sie aufweist, wenn es gilt, so manch heikle Wäschestücke wiederum gründlich sauber zu bekommen. Die Tatsache, dass es sich bei der Schmierseife um ein rückstandslos abbaubares Waschmittel handelt, kann man sich gelegentlich auch für die eigene Haut zunutze machen. In sommerlichen Zeiten wie diesen findet unsere äußere Schutzschicht ohnehin mehr Beachtung aufgrund luftigerer Kleidung. Manchmal kann einem dieses Augenmerk die Frage aufwerfen, was man bei nicht unbedingt idealem Aussehen der Haut tun kann. Hierzu ein praktischer Tipp.

Mit Schmierseife baden:

Bei rauer und schuppiger Haut kann diese Anwendung durchaus dienlich sein. Für etwas 100 Liter Badewasser braucht man ungefähr 100 g pflanzliche Schmierseife, die man einrührt. In die so fertig aufbereitete Wanne steigt man hinein, um das Schmierseifenwasser ca. 15 Minuten auf die Haut durch das Verweilen im Nass einwirken zu lassen. Danach mit lauwarmem Wasser gut abspülen und nach dem Abtrocknen mit ein wenig Johanniskraut-Öl einreiben. Am nächsten Tag aber auf jeden Fall die pralle Sonne meiden!


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