Zierend, festigend und heilsam

Die Latsche ist sehr beliebt

Nach kräftigem Schneefall in den Bergen wird über die Medien dankenswerterweise auf die Gefahr von abgehenden Lawinen aufmerksam gemacht. Für mich ist es schwer nachvollziehbar, dass viel zu viele Wintersportler und Tourengeher dennoch meinen, sich der offenkundigen Gefahr aussetzen zu müssen, die nun einmal bei derartigen Wetterlagen herrscht. An der so genannten Baumgrenze steht ein Wächter, der sich von Natur aus der Unbill stellt, die auf den Berghängen nicht ausbleibt. Es ist die Latschenkiefer (Pinus mugo), die sich klugerweise eher entlang des Bodens ausbreitet, als durch eine große Wuchshöhe zu viel Angriffsfläche für Schnee, Eis und den häufigen Stürmen zu bieten, die das Klima in alpinen Zonen bestimmen. Unsere Vorfahren, die sich diesen Bedingungen stellen mussten, hüteten auch einen großen Erfahrungsschatz, von dem die Naturheilkunde heute noch zehrt. Gott sei Dank müssen wir aber nicht zu waghalsigen Touren aufbrechen, um uns der heilkräftigen Wirkung der Legföhren, wie die Latschen anders bezeichnet werden, zu bedienen. Sehr oft kommen nämlich die botanischen Bergfexe in vielen Gärten auch in den Niederungen zum Einsatz, um einen Bereich zu zieren oder einfach als Bodendecker zu fungieren. Oft kann es sogar sein, dass der Gartenbesitzer sich gar nicht dessen bewusst ist, einer Latschenkiefer das Gastrecht in der Grünen Oase rund ums Haus zu gewähren. Die Erkältungsperiode ist leider für dieses Jahr keineswegs vorüber. Immer noch kämpfen viele mit einem hartnäckigen Husten, der sich anscheinend in der Brust festgesetzt hat. Die Latsche hat in diesem Fall eine konkrete Hilfe anzubieten.

Ein Tee gegen den Husten:

Latschen besitzen auch Knospen, die man leicht entdecken kann. Zu Beginn der Vegetationsperiode schwitzen sie vermehrt Harz aus, das auch den Atemwegen gut tut. Bei Husten kann man sich einen Tee zubereiten, der Linderung erwirkt. Dazu nimmt man 1 Esslöffel voll Latschenknospen und überbrüht sie mit 1/4 Liter kochendem Wasser. 1/2 Stunde ziehen lassen und dann abseihen. Auf den Tag verteilt kann man 3 Tassen davon trinken.

Latschenkiefer ⓒ Grafik von Prof. Emil Jaksch, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

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