Gute Stimmung unterstützen

Mit dem Ysop kann es gelingen

Wie geht es Dir? – diese Frage eröffnet so manchen Dialog, wenn man sich zufällig mit lieben Menschen auf der Straße trifft. Die Antwort darf heute jeder für sich selbst formulieren und in Worte fassen. Schließlich lebt niemand von uns ganz isoliert auf dieser Erde, so dass einem alles rundherum egal sein könnte. Es sind oft äußere Faktoren, die mein Wohlbefinden steigern oder schlechteren Falles minimieren. Der Ysop ist auch auf das Vorhandensein der Sonne ausgerichtet. Fehlt sie, dann fühlt er sich gar nicht wohl. Als Pflanzenkind aus südeuropäischen Breiten kann er mit Trockenheit und Hitze ganz gut umgehen. Und dazu gehört nun einmal ein hohes Maß an Sonnenschein. Schmal und hoch streben sie Ysopsprosse empor. Sie sind dicht besetzt mit feinlanzettlichen Blättern. Am oberen Ende werden die Triebe von einer Scheinähre bekrönt, deren bläuliche oder auch rotviolette Blüten sich nach einer Seite hin lehnen. Der Ysop hat eine durchwärmende Wirkung. Gewiss kann es sein, dass sich unser Bedürfnis nach Wärme angesichts der gegenwärtigen Außentemperaturen in Grenzen hält. Dennoch kommt es gerade bei Hitze häufig vor, dass unser Gemüt einen Durchhänger hat und auf eine sanfte Weise wiederum aufgepäppelt werden möchte. Na ja, wenn da schon im Garten ein Kraut wächst, das mit der Sonne gut umgehen kann, warum sollte man sich dann nicht seiner bedienen? Bald beginnt der Ysop voll zu blühen. Damit sollte man auch darangehen, diesen zu ernten und zu trocknen, damit für den Rest des Jahres stets auf ihn zurückgegriffen werden kann.

Ysop-Teekur für das Wohlbefinden:

Getrocknetes blühendes Ysopkraut in einem Verhältnis von 2 Teelöffeln mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen und 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Danach abseihen. 3 Wochen hindurch jeweils eine Tasse morgens nüchtern und die zweite am Abend vor dem Schlafengehen trinken. Eine Woche lang aussetzen und bei Bedarf wiederholen. Das erhellt das Gemüt und „streichelt“ die Verdauung.

Ysop ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

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