Honig auf die Butter

Als Hausmittel auch auf die Haut

Unlängst schnitt sich ein Mitbruder gleich früh morgens beim Frühstück in den Finger. Schuld daran war das scharfe Semmelmesser, das genau zum Zweck des Halbierens dementsprechend scharf geschliffen wurde. Der umsichtige Abt besorgte sofort ein Pflaster, und das Malheur war sogleich nur mehr halb so schlimm. Keiner kam auf die Idee, nach dem Honigglas zu greifen, um sich daraus zu bedienen. Wie ist das gemeint? Nun, die Bienentracht hat keimtötende Eigenschaften, die man sich auch für den Körper zunutze machen kann, vor allem dann, wenn sich der Mund- und Rachenraum entzündet hat oder die äußerliche Haut durch irgendeinen Umstand negativ beeinträchtigt wird. Der Honig enthält Inhibine, d. h. keimtötende Stoffe, die vorhandenen Krankheitserregern das Leben schwer machen. Durch seine Wasser anziehende Eigenschaft entzieht der Honig den Bakterien die für ihr Überleben notwendige Flüssigkeit. Natürlich kommt dies in erster Linie den Bienenvölkern selbst zugute, da auch sie nicht davor gefeit sind, durch ihren Futterflug so manch eben angesprochenen und durchaus ungebetenen Gast in den Stock einzubringen und ihre eigene Brut zu gefährden. Manchmal nützen aber leider diese Sicherheitsvorkehrungen nichts und es kommt sogar soweit, dass ein Bienenvolk zugrunde geht. Wer einen erfahrenen Imker im Bekanntenkreis in Reichweite hat, soll sich ruhig einmal auch über die Leiden der Bienen erkundigen, um dafür die oft notwendige Sensibilität auszubilden. Jeder Bienenvater (nicht minder die Bienenmutter) wird bestätigen, wie wertvoll der Honig für unsere Gesundheit sein kann.

Honig zur Wundbehandlung:

Bei kleinen, nicht gravierenden Verletzungen kann man nach dem Säubern der Wunde darangehen, diese mit Honig zu bestreichen. Waldhonig ist dafür am besten geeignet. Bestreicht man nämlich die Verletzung damit, so ist sie bereits auch ohne Verband keimfrei verschlossen. Anfänglich kann ein leichtes Brennen eintreten, was aber nur darauf deutet, dass die desinfizierende Wirkung des Honigs in Kraft tritt. Diese Empfehlung ist ein altes Hausmittel und keineswegs ein Muss für jedermann.

Honig ⓒ Foto: Flickr, Vanessa Chettleburgh

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