Blau schimmern die Beeren

Und grün bleibt der Wacholder im Winter

Ständig wechselt die Mode. Bei genauem Hinsehen merkt man sehr wohl, dass es gerade in der Kleidungsbranche einen gewissen Kreislauf der Wiederkehr des schon einmal Dagewesenen gibt. Aber dennoch ist die Variation das oberste Gebot im Wechsel der Saisonen. Wenden wir uns z. B. der Gartenarchitektur zu, können wir feststellen, dass es auch hier einen Wandel in der Gestaltung gibt. Fremdländische Bäume und Sträucher stehen abholbereit in den Fachmärkten, so dass es ein Leichtes ist, diese ins eigene grüne Paradies zu verpflanzen. Ein Baum, der in den letzten Jahrzehnten verstärkt in die Gärten gesetzt wurde, ist der Riesenmammutbaum (Sequoiadendron giganteum). Der stammt eindeutig aus der nordamerikanischen Kontinenthälfte und verändert so die heimische Flora. Viel angestammter ist dagegen der Wacholder aus derselben Pflanzenfamilie, der hingegen eher weniger Beachtung findet. Er kann natürlich schon allein in der Wuchshöhe mit seinem Onkel aus Amerika nicht mithalten. Dennoch darf der spitznadelige Kleinbaum keineswegs unterschätzt werden. Mit den sinkenden Temperaturen der kalten Jahreszeit wird die Vogelwelt vermehrt auf die Zapfenbeeren des Wacholders aufmerksam. Es gibt z. B. in Mittel- und Nordeuropa eine Drosselart, die mit der Bezeichnung Wacholderdrossel eindeutig mit dem Zypressengewächs in Verbindung steht. Zurzeit sind diese gefiederten Gesellen vermehrt in unseren Landstrichen anzutreffen, da die Individuen dieser Art aus den skandinavischen und russischen Breiten den Winter regelmäßig bei uns verbringen. In der jagdlichen Literatur kennt man die Wacholderdrosseln übrigens auch unter der Bezeichnung Krammetsvögel.
Nun, wenn schon Vögel sich auf die Suche nach fressbaren Früchten machen, dürfen wir dadurch angeregt die Frage stellen, ob etwa ebenfalls für den Menschen Wertvolles und Heilsames von den immergrünen Gewächsen abfällt. Beim Wacholder ist das zumindest der Fall.

Die Tätigkeit des Pankreas ankurbeln:

Hat jemand pumperlgesunde Nieren, kann man die Tätigkeit der Bauchspeicheldrüse unterstützen, indem man folgende Kur durchführt. 1 Teelöffel voller zerquetschter Wacholderbeeren werden mit 1/4 Liter kochendem Wasser aufgegossen. 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen und abseihen. In der Früh und am Abend trinkt man 3 Wochen hindurch ungesüßt eine Tasse davon. Dann eine Woche Pause einlegen und anschließend wiederholen.

Wacholderzweig ⓒ Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

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