Wer hat im Leben das Sagen?

Schließlich haben wir auch Ohren

Endlich tun und lassen, was ich will! Ja, das kann vielleicht ein Tagesmotto für die Ferien oder den Urlaub sein, mehr jedoch nicht. Schließlich lebst Du und lebe ich nicht allein auf dieser Welt. So einsichtig das auch sein mag: im Inneren wünschen wir uns doch allesamt, die kleine Welt um uns herum regieren zu können. Der Weg in die eben umrissene Freiheit wird aber nicht mit herrschsüchtigen und egozentrierten Worten und Ansichten gebaut werden können. Vielmehr bedarf es eines anderen, einer Person, die uns anspricht, beim Namen nennt, herausfordert und für gut befindet. In den sonntäglichen Gottesdiensten der römisch-katholischen Kirche hören wir heute von Abraham, der der göttlichen Verheißung auf Nachkommenschaft vertraut (siehe Gen 18, 1–10). Im Evangelium wiederum begegnen uns Marta und Maria, wobei Maria sich einfach zu Füßen des Herrn hinsetzt, um dem zu lauschen, was Jesus zu sagen hat (Lk 10, 38–42). Genauer betrachtet, haben wir nicht nur einen Mund, sondern auch Ohren, die uns eine Zeitlang geliehen sind, um sich beschenken und leiten zu lassen. Lernen wir wieder ein Stück mehr, ruhiger zu werden. Der neue Vorarlberger Oberhirte Dr. Benno Elbs hat unlängst in einem Interview der Kirchenzeitung auf die Frage, was ihn inspiriert, gesagt: „Das Gebet, die Stille, das In-sich-Horchen und gleichzeitig der lebendige und vielstimmige Austausch mit anderen, der von gegenseitigem Respekt geleitet und gelenkt wird. Und alles führt im Grund auf die eine, große Quelle der Inspiration zurück, das Wort Gottes, die frohe Botschaft, die für alle einen unglaublichen Reichtum an neuen Ideen aufspannt.“ Also, lassen wir uns inspirieren, indem Gott das Sagen hat!

Das Heiligenkraut lässt zur Ruhe kommen:

Ursprünglich rund um das Mittelmeer beheimatet, setzt das Graue Heiligenkraut (Santolina chamaecyparissus) schon lange Zeit einen frohen Akzent in den Gärten nördlich der Alpen. An sonnigen und trocknen Standorten fühlt es sich wohl. Durch seinen angenehmen Duft verbreitet dieser Korbblütler eine beruhigende Atmosphäre. Getrocknet wird es auch als Mottenkraut verwendet.

ⓒ Prior Benedikt Felsinger, Kräuterpfarrer-Zentrum Karlstein/Thaya

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