Frisch ist er am besten

Der Gartenkerbel bringt Würze und Vitamine

Im Mittelalter war es üblich, nach Möglichkeit ganz bestimmte Heilkräuter auf den Beeten neben dem Haus stehen zu haben. Dazu zählte auch der Echte Kerbel (Anthriscus cerefolium), in dessen züchterischer Nachfolge der so genannte Gartenkerbel steht. Diese Pflanze ist ein Mitglied der großen und artenreichen Familie der Doldengewächse (Apiaceae). Jedes Jahr kann man auch heute noch den Kerbel in seinen Garten säen, um ihn dann gleich frisch und von schädlichen Stoffen unbelastet in die Küche zu holen und ins Essen zu integrieren. Die jungen Blätter eignen sich hervorragend als Suppen- und Soßengewürz, sie passen aber auch in die Kräuterbutter, auf Fisch und vor allem in alle Arten der Aufbereitung von Topfen. Mit dem Gartenkerbel wird nicht nur ein lebendigerer Geschmack ins Essen eingebracht, sondern insbesondere auch die wertvollen Vitamine, die unser Körper immer wieder von Neuem braucht. Ein Inhaltsstoff, der den Pflanzenteilen des Kerbels innewohnt, ist das ätherische Öl Isoanethol. Im Gegensatz zu vielen anderen Kräutern kann man die Blätter des Kerbels nicht trocknen, da sie sonst ihre Wirkung verlieren würden. Gleich dem Schnittlauch ist es aber möglich, die frisch geernteten Blätter in der Gefriertruhe für den späteren Gebrauch einzufrieren. Vom Gartenkerbel lassen sich auch die Samenkörner ernten, die man zur Herstellung eines Tees gut verschlossen aufbewahren kann. Diese Zeilen mögen eine Einladung an alle sein, die den Kerbel noch nicht kennen, auf die Suche zu gehen und ihn einmal auszuprobieren.

Eine leichte Mahlzeit:

Magertopfen lässt sich gut streichfähig machen, indem man ihn mit Sauerrahm mischt. Darüber streut man dann feingeschnittenen Schnittlauch und ebenso aufbereitete Kerbelblätter, die man frisch aus dem Garten geholt hat und bedeckt damit in beliebigem Maße die Oberfläche der nächstliegenden Brotscheibe. Mahlzeit!

Foto: Flickr, douneika

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