Das 8. Sakrament

Die Fußwaschung als heilsames Zeichen

Seien Sie bitte unbesorgt, liebe Leser! Der Kräuterpfarrer versucht mitnichten, den Katechismus der Katholischen Kirche umzuschreiben. Wir feiern heute den Gründonnerstag in tief bewegter Dankbarkeit, weil Jesus Christus die heiligste Eucharistie beim Letzten Abendmahl eingesetzt hat. In der Feier und im Empfang des Leibes und Blutes Christi hütet die Kirche damit ihren eigenen Lebensquell in dieser wechselnden und vergänglichen Zeit. Das Johannesevangelium berichtet uns dennoch einen weiteren Akt, den Jesus an seinen Jüngern vollzieht und der keine Nebenerscheinung darstellt. Es ist die Fußwaschung, die auch heute zeichenhaft in vielen Dom-, Kloster- und Pfarrkirchen durchgeführt wird. Schon Ambrosius von Mailand und Bernhard von Clairvaux hielten diesen Ritus für würdig, in die Reihe der anderen wirksamen Heilszeichen der Kirche aufgenommen zu werden. Wenn Christus im Abendmahlsaal den Seinen die Füße wäscht, interpretiert er meiner Meinung nach das, was eben am Tisch vonstattenging. Im erniedrigenden Dienst – und nichts anderes bedeutete das Waschen der Füße – wird das Fundament geschaffen, auf dem Gemeinschaft mit Gott und den Menschen wachsen kann. Konkret heißt das, Verantwortung und Hilfe füreinander wahrzunehmen und sich jeweils klein zu machen, damit Gott und die Menschen Platz gewinnen. Die Motivation dieses Dienstes besteht nicht darin, aus einem krampfhaft zusammengezimmerten Selbstbewusstsein gütig zu den Menschen zu sein, sondern vielmehr angesteckt durch das Geheimnis der Lebenshingabe Christi und im bedingungslosen Glauben an ihn selbst zum Brot für andere zu werden.

Stärke eines niedrigen Gewächses:

Junges, sprießendes Waldmoos, auf dem man auch gerne barfuß geht, sammeln und frisch oder getrocknet anwenden. 2 Handvoll davon in 1 Liter Wasser kurz aufwallen und dann 20 Minuten ziehen lassen. Nach dem Abseihen dem Fußbadewasser beifügen, um damit die Füße stark und schmerzfrei zu machen.

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