Was von den Rosen übrig bleibt

Rot leuchten nun die Hagebutten

Die Farben des Herbstes sind meiner Meinung nach ganz eigen. Es ist, als würde die Natur sich noch einmal schön kleiden wollen, bevor sie sich in den Winter hinein verabschiedet. Vor dem ersten Schnee gibt es also ein visuell rauschendes Fest voller bunter Eindrücke. Wenn dann alle Blätter der Bäume und der Sträucher am Boden liegen, bleiben jedoch bis weit in den Winter hinein einige Früchte wie ein vergessener Schmuck an den Zweigen. Dazu zählen vor allem die Früchte der Hecken- oder Hundsrosen, die Hagebutten. Wie korallenrote Edelsteine sind sie anzusehen und ermuntern uns, sie zu nutzen. Denken wir einmal an längst vergangene Zeiten zurück, in denen es nicht selbstverständlich war, dass der Genuss von Zitrusfrüchten aus südlichen Ländern den Bedarf an notwendigem Vitamin C für unsere Vorfahren abdecken konnte. Da waren es in erster Linie die Hagebutten, die mit ihrem Inhalt dafür sorgten, dass die Menschen dementsprechend beliefert wurden. Ja, wer macht sich heute noch die Mühe, die Fülle der Natur ganz in unserer Nähe zu gebrauchen und zu nutzen? Eine Marmelade aus Hagebutten kann z. B. mithelfen, Erschöpfungszustände zu lindern, das Blut zu stärken und bei Rekonvaleszenz wiederum zu Kräften zu kommen. Es gibt gerade dann, wenn der erste Frost die Hagebutten „behandelt“ hat, eine Möglichkeit, um direkt die wertvollen Substanzen der Rosenfrüchte zu genießen.

Hagebuttensaft richtig zubereitet:

Die „Hetscherl“, wie wir die Früchte der Heckenrose auch gerne nennen, werden abgepflückt und sorgfältig gereinigt. Die weichen Beeren feuchtet man danach mit lauwarmem Wasser an und gibt sie über Nacht in ein irdenes Gefäß. Am Morgen presst man die Hagebutten aus und trinkt noch am selben Tag die gewonnene Menge des Saftes, da er sonst verdirbt.

Hagenbuttenzweige

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