Großartige Blütenpracht

Der Hibiskus ist eine Malve

Immer wieder treffe ich ein mir sehr liebgewordenes Gewächs, das sich mir am Wegrand förmlich zu Füßen legt. Es ist die Käsepappel, die schon an anderer Stelle als wertvolle Heilpflanze beschrieben wurde. Wenn ich Zeit und Lust habe, bücke ich mich, um mir einen grünen Samenstand, welcher der Form wegen bei mir zu Hause „Brotlaib“ genannt wird, abzupflücken, um seinen nussartigen Geschmack beim Zerkauen zu genießen. Die Käsepappel macht um sich nicht viel Aufsehen. Das überlässt sie ihren Verwandten in der Familie der Malvengewächse. Die prächtigsten Blüten bringt da wohl der bekannte Hibiskus hervor. Oft sieht man die eine oder andere gezüchtete Art davon als Garten- oder als Topfpflanze im Angebot unserer Gärtnereien. Die Blüten jedoch, die wir für die Zubereitung eines Tees verwenden, stammen von Pflanzen, die in subtropischen Regionen dieser Welt besser gedeihen als in den gemäßigten Zonen Mitteleuropas. Im Handel sind die Hibiskusblüten oft unter der Bezeichnung „Roselle“ oder „Karkade“ erhältlich und stammen vom Sabdariff-Eibisch (Hibiscus sabdariffa). Sie bestehen vor allem aus den getrockneten dunkelroten Kelchblättern der schmucken Blumen. Will man Farbe und Erfrischung in einen Kräuteraufguss hineinbringen, ist es angezeigt auf diese beliebte Droge zurückzugreifen.

Tee aus Hibiskusblüten:

Dieses Getränk hat einen angenehmen säuerlichen Geschmack. Es eignet sich bei sommerlichen Temperaturen abgekühlt als Erfrischungsgetränk. Der Tee hat auch eine leicht stuhlfördernde Wirkung. Im Orient kann man die Blüten säckeweise in den Basars bestaunen, wo sie zum Verkauf angeboten werden.

Hibiskus

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