Ein europäisches Nachtschattengewächs

Die Lampionblume stellt ihren Schmuck zur Verfügung

In unserem Garten zu Hause gab es immer einen mehr oder weniger schattigen Platz, an dem die Lampionblumen (Physalis alkekengi) gediehen. Wenn ich heute aus dem Fenster des Pfarrhofes in Harth hinausblicke, sehe ich sie wiederum am Wegrand stehen und fühle mich spontan an meine unbeschwerten Kindertage erinnert. Es gibt glaube ich für viele von uns sinnliche Eindrücke aus der Zeit unseres Heranwachsens, die sich uns ein Leben lang einprägen. Früher war es gang und gäbe, die Trockengestecke des Winters mit den leuchtend orangen Laternen der Lampionblume zu schmücken. Heute sieht man diese Zierpflanze eher selten. Die Früchte der Lampionblume sind im Inneren der Fruchtkelche enthalten. Auf unseren Tischen werden in guten Restaurants die verwandten Kapstachelbeeren aus Südamerika zum Garnieren von süßen Desserts verwendet, die in ihrem Aussehen sehr an die Judenkirsche, wie die Lampionblumen auch genannt werden, erinnern.

Es herrschen geteilte Meinungen darüber, ob man auch den „beerigen“ Inhalt der europäischen Blasenkirschen essen kann. Es wird ihnen eine Heilkraft nachgesagt, die bei Nieren- und Steinleiden unterstützend sein kann. Wie auch immer, ich selbst empfehle, diese Pflanze nur als Schmuck in unseren Wohnungen zu verwenden und vielleicht somit den vergangenen Sommer in so manch trüber Stunde nachklingen zu lassen.

Natürlichen Schmuck verwenden:

Die Leute machen es sich oft einfach: um eine Pflanze aus Kunststoff zu pflegen, braucht man nur einen feuchten Stoffflecken zum Abstauben derselben. Abgesehen davon, dass Plastikpflanzen nicht unbedingt aus den körperfreundlichsten Stoffen und mithilfe der energiesparendsten Techniken hergestellt sind, ist deren Verwendung ein Zeichen einer Unkultur. Die Natur bietet doch viel Schöneres und Feineres, wie z. B. die Lampionblume.

Judenkirsche Lampionblume

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