Pflanzenmode in Gelb

Der Steinklee liegt da ganz im Trend

Der Straßenrand steht jetzt voller gelber Weggefährten. Wenn auch das Labkraut oft dominiert, lässt sich bei genauerem Hinsehen da und dort der Gelbe Steinklee (Melilotus officinalis) ausmachen. In seiner augenfällig schlanken Gestalt kann er fast mannshoch wachsen. Seltener kommt bei uns die verwandte Art des Hohen Steinklees (Melilotus altisssimus) vor, der auch auf feuchteren Standorten seine Wurzeln schlagen kann. Macht man einen Blick in die lange Geschichte der Heilkräuterkunde, fällt auf, dass schon Dioskurides den Steinklee beschreibt. Dieser kennt sowohl seine äußerliche Anwendung als erweichendes Kraut bei Geschwüren und Ausschlägen, als auch seine innerliche Verwendung bei Magenschmerzen. Wird der Steinklee getrocknet, entweicht dabei der Hauptwirkstoff Cumarin, der für den charakteristischen Geruch dieser Pflanze verantwortlich ist. Dadurch eignet sich z. B. diese Droge auch als wirkungsvolle Ungezieferabwehr in unseren Wäscheschränken. In der herkömmlichen Überlieferung der praktisch angewandten Hausmedizin hat die Verwendung des Steinklees bei Hämorrhoiden und Krampfadern einen festen Platz. Heute kann man sich in den Apotheken nach Produkten erkundigen, die den Steinklee als Bestandteil haben.

Steinklee am Speiseplan:

Jetzt beginnt die Zeit, um die Blüten des Steinklees zu sammeln. Werden diese im Schatten gut getrocknet, eignen sie sich dazu, dass man sie in geringen Mengen unter einen Streichkäse oder in die Sauermilch mischt und so einen eigenen Geschmack dem Sommer beifügt und das Wertvolle des Steinklees dem Organismus zugänglich macht.

Gelber Steinklee

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