Das Gras nicht nur wachsen hören

Die Quecke hat eine wertvolle Wurzel

Mit dem Frühling ist das so eine Sache. Einerseits freut man sich über das Sprießen und Keimen der Pflanzen, andererseits beginnt damit auch die zeitaufwendige Arbeit des Jätens, Mähens, Schneidens und Gießens. Will man den eigenen Garten einigermaßen unter Kontrolle halten, ist es angezeigt, den besonders widerstandsfähigen und wachstumsfreudigen Pflanzen etwas Einhalt zu gebieten. Nun zählt dazu natürlich auch das Gras, das der „Aufsicht“ des Gärtners bedarf. Eine Sorte davon ist äußerst robust und erobert gerne kahle Flächen. Ich rede heute von der Quecke (Elymus repens), die fast auf dem ganzen Planeten Erde ihre Verbreitung hat. Die Quecke bildet dort, wo sie einmal Wurzel gefasst hat, kleine Horste, wovon sie sich über ihre Rhizome unterirdisch verbreitet. Ihre Wuchshöhe kann bis zu einem Meter betragen. Genauso tief kann sie sich in die Erde ausbreiten und wird daher schwerer fassbar, will man sie aus dem Acker oder aus dem Beet entfernen. Doch kein Schaden, wo nicht auch ein Nutzen: gerade die Wurzel birgt heilende Kräfte. Diese enthält Schleimstoffe, Saponine, Kieselsäure, Kaliumsalze und Eisen. Aus der Queckenwurzel kann man einen frischen Presssaft gewinnen, der dem Organismus wieder auf die Sprünge hilft, wenn dieser unter mancherlei Mangelerscheinungen wie Rachitis, Blutarmut oder Bleichsucht leidet.

Nenne die Quecke nicht „Unkraut“

Hier ein alter Ratschlag der Volksheilkunde: 2 Handvoll zerkleinerte Queckenwurzel in 1 Liter Wein geben und kurz aufkochen. Eine halbe Stunde ziehen lassen und dann die Wurzeln noch einmal gut auspressen, abseihen und das Ganze filtrieren. In dunkle Flaschen gefüllt, ergibt das ein Hausmittel, das man bei Nieren- und Leberbeschwerden täglich in der Menge von höchstens zwei Stamperln einnehmen kann.

Quecke

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