Recycling ist immer aktuell

Auch bei Obst, Korn und Gemüse

Offen gestanden, gehöre ich zu einer Generation, der es im Großen und Ganzen materiell nie schlecht gegangen ist. Ganz anders als bei Menschen, die Kriegszeiten und Vertreibungen mitmachen mussten und auch überlebt haben, war bei Unsereins das Sparen nie so im Vordergrund wie bei Menschen, die mit Notzeiten konfrontiert waren. Wenn auch der eine oder andere Hang zum Sparen bei älteren Zeitgenossen hinterfragt werden darf, so verhilft uns die Sparsamkeit zu einem im Wesen noch wertvolleren Schritt: Aufmerksam werden auf verborgene Werte in anscheinenden Abfallprodukten. Ein gutes Beispiel dafür ist das Mehl. Wie sehr wurde doch noch vor Jahrzehnten das weiße Mehl gepriesen und das Mühlenprodukt Kleie gering geschätzt. Heute wissen wir bereits besser, dass nicht nur beim Getreide die Schale die oft gesundheitserhaltenden Stoffe birgt. Beim Weizen ist das z. B. der Fall. Die Weizenkleie wurde doch früher nur an Tiere verfüttert, ohne zu beachten, dass sie auch dem Menschen etwas bringt. Allein schon die Ballaststoffe – besser gesagt Faserstoffe – können mithelfen, dass die Verdauung regelmäßig und normal funktioniert. Gott sei es gedankt, dass die Ernährungswissenschaften einen großen Anteil daran tragen, dass wir uns im 21. Jahrhundert bewusster und gesünder ernähren. Weizenkleie kann vor allem auch äußerlich verwendet werden.

Weizenkleie-Bad zum Stärken der Haut:

In der Kosmetik greift man gern auf das Abfallprodukt aus den Kornmühlen zurück. So kann man 150 g Weizenkleie nehmen und diese in 3 Liter Wasser aufkochen. Nach 10 Minuten seiht man die Kleie ab und leert den übrig gebliebenen Sud in das Badewasser. Dieses Bad wirkt vor allem am Abend beruhigend, reinigt die Haut und nimmt etwaigen Juckreiz. Die Anwendung hilft auch zuverlässig bei Ekzemen.

Weizenkleie und Getreide

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