Duftende Früchte

Die Quitten helfen der Haut

Im Garten meines Elternhauses stand einst ein großer Quittenstrauch. Wenn er Früchte getragen hat, wurden diese im Herbst geerntet. Ich kann mich kaum einer kulinarischen Verwertung der Quitten erinnern, sind doch die Früchte zur Herstellung von Marmelade, Gelee, Kompott und Schnaps geeignet. Vielmehr liegt mir der angenehme Duft der reifen gelben Quitten in Erinnerung. In manche Zimmer gestellt, verbreiteten die Früchte eine gute Atmosphäre und dienten als Luftverbesserer. Die Quitte (Cydonia oblonga) stammt ursprünglich aus dem Kaukasus. Sie wurde schon früh in den Westen gebracht und vor allem in Weingegenden kultiviert. Der gebürtige Mainzer Theologe und Mediziner Otto von Brunfels schrieb einst über die Quitte in seinem Kräuterbuch aus dem Jahr 1532: „Das Safft von der rohen Kütten (= Quitte) ist gut den Milzsüchtigen, denen so uffrecht schwerlich athemen, den wassersüchtige, allerley Zufäll der Frawen Brüst und so eim das Geäder an den Schenkelen ufflauffet.“ So lieblich die Quitten auch duften, eignet sich der Saft der Früchte wegen seines Gerbstoffgehaltes zur Linderung innerlicher Entzündungen.

Quittenkerne-Bad:

Aus dem Fruchtfleisch der Quitten die Kerne auslösen und trocknen. 50 g davon zerstoßen und 1 Stunde lang in 1 l kaltem Wasser ansetzen. Danach kurz aufkochen und dem Badewasser beifügen. Ein derartiges Bad hilft nach Brandwunden und Frostschäden, aber auch bei aufgesprungener und rissiger Haut.

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