Die Kinder umsorgen
27. Oktober 2026Ihre Haut mit Kräutern bekannt machen
Wer sich mit Kräutern auseinandersetzt, stellt sich irgendwann die Frage, wann es Zeit ist, die eigenen Kinder damit bekannt zu machen. In erster Linie werden die Heranwachsenden wohl die Blüten bestaunen, die nicht wenige Gewächse im Frühling und Sommer zur Schau stellen. Solange die Babys gestillt werden, bekommen sie über die Muttermilch alles Gesundheitsfördernde auf bestens verwandelte Weise geliefert. Sind sie diesem Alter entwachsen, ist es dann auch möglich, die Kleinen rein äußerlich mit den Heilpflanzen ganz sachte und mild in Berührung zu bringen. So wird eine Möglichkeit geschaffen, um nicht ganz auf die positive Wirkung der Heilpflanzen verzichten zu müssen. Wiederholt verweise ich in dieser Kolumne darauf, in Form von Bädern die Gesundheit mithilfe der mannigfaltigen Gewächse zu fördern und zu festigen. Gewiss ist es mit den medizinischen und pharmazeutischen Fachkräften abzuklären, ab welchem Alter Kräuterbäder für Kleinkinder durchgeführt werden können. Zudem ist dabei auch penibel auf allenthalben auftauchende allergische Reaktionen der Kinder zu achten. Aber sind diese Fragen alle geklärt, dann sollte es angesagt sein, die aufbereiteten Pflanzenkräfte einmal äußerlich mit dem familiären Nachwuchs zusammenzubringen. Hierzu möchte ich heute einen Vorschlag liefern, der jeweils auf die individuelle Verfasstheit der Kleinen angepasst werden kann.
Das Badewasser mit Kräutern anreichern
Um die Haut der Kinder vor dem Schulalter zu pflegen und zu stärken, kann das wiederholte Baden genutzt werden, um die Wirkkraft der Kräuter den Schützlingen angedeihen zu lassen. Geeignet sind dafür u. a. Kamillenblüten, blühendes Quendelkraut (= Sandthymian) oder Melissenblätter. Von den getrockneten und zerkleinerten Pflanzenteilen werden dabei 3 bis 5 Esslöffel voll mit 1/2 Liter kochendem Wasser übergossen und 15 Minuten zugedeckt ziehen gelassen. Danach abseihen und dem Badewasser beifügen. Das tut in der Regel dem Leib und der Seele der Kleinen gut.

Melisse (Melissa officinalis), © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum