Den Duft des Waldes heimholen
28. Oktober 2026Zimmerluft als Kurort
Viele von uns denken nun daran, für Allerheiligen und Allerseelen die Gräber auf den Friedhöfen zu schmücken. Damit kommt die Dankbarkeit zum Ausdruck, die wir gegenüber den verstorbenen Verwandten und Freunden empfinden. Das Grün, das dafür benötigt wird, stammt zu einem Großteil von Nadelbäumen und Koniferen. In den Gärtnereien fällt daher nun eine große Menge an Reisig an, bei manchen auch zu Hause. Es stammt vielfach von verschiedenen Kiefernarten (Pinus). In den heimischen Wäldern ist es vor allem die Rotföhre, die ein brauchbares Holz bereitstellt. Die Schotterböden des Flachlandes wurden schon vor Jahrhunderten mit Schwarzföhren bepflanzt, die dort oft großflächige Bestände bilden. Hoch oben in den Bergen ist es wiederum die Latschenkiefer, die durch niedrigen Wuchs bestens Stürmen und hohen Schneelagen standhalten kann. Die Nadeln, die Rinde und das Holz all dieser Bäume sind reich an ätherischen Substanzen und Terpenen. Somit verbreitet ebenso das Harz der Gewächse jene Inhaltsstoffe, indem sie sich nach und nach in die Luft der Umgebung verflüchtigen. Um sich die Atmosphäre in den eigenen Wohnungen zu verbessern und somit den in der Winterszeit besonders herausgeforderten Atemwegen etwas Stärkendes zukommen zu lassen, sollten wir also die Vorteile von frischem Kiefernreisig nutzen. Fast möchte ich sagen, dass mithilfe des Waldesgrüns sogar die eigene Wohnung im übertragenen Sinne zu einem Kurort verwandelt werden kann.
Frisch geschnittene Zweige aufstellen
Beim Anfallen von frischem Kiefernreisig ist es sinnvoll, ein paar abgeschnittene Kiefernzweige in eine Vase zu stellen und sie dort auch mit Wasser zu versorgen. Durch ihre Präsenz und dem damit verbundenen Duft in den Räumen wird die Zimmerluft nach und nach mit gesundheitsfördernden Substanzen bereichert, die wiederum durch das Einatmen in unseren Bronchien landen. Somit können die Atemwege auf eine sehr einfache und effektive Weise gestärkt werden. Das kommt uns dann in den Zeiten, da wieder vermehrt Erkältungen zu grassieren beginnen, zugute.

Kiefer (Pinus), © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum