Massagen ergänzen

14. Oktober 2026

 

Am besten mit Heidekraut

Ich denke, es liegt wohl im Trend der Jahreszeit, es sich nach und nach gemütlicher zu machen und das traute Heim wieder mehr zu schätzen. Immerhin haben die eigenen vier Wände einen hohen Wert, und wir fühlen uns in der Regel zu Hause am wohlsten. Nach der Arbeit streben viele eine verdiente Entspannung an, die übrigens mit Kräutern noch besser zur Wirkung kommen kann. Das gilt auch für Massagen, die man sich gönnt. Dazu kann nun ein besonderes Kraut aufbereitet werden, nämlich das Heidekraut (Calluna vulgaris). Dieses zählt zu den sogenannten Spätblühern der heimischen Flora. Als Inhaltsstoffe finden sich u.a. Gerb- und Mineralstoffe sowie Saponine. In Bezug auf eine Anwendung, die sowohl auf eine geschmeidigere Struktur der Haut abzielt, als auch eine gelockerte Muskulatur am Rücken und rund um die Gelenke in den Blick nimmt, können nun die Vorzüge des Heidekrautes in einem Hausmittel gebündelt werden. Dafür werden die getrockneten Blühtriebe des Krautes benötigt, dann noch das geeignete pflanzliche Öl und zuletzt auch ein wenig Geduld. Gerade dann, wenn nun die Abende wieder länger werden und es gut tut, den Tag geruhsam ausklingen zu lassen, ist womöglich eine Massage angesagt. Manchmal genügt es jedoch, auf der eigenen Haut Einreibungen zu vollziehen. Gönnen wir uns auf diese Weise einmal selbst mehr.

Ansatz mit Öl

4 Esslöffel voll getrocknete und zerkleinerte Blühtriebspitzen des Heidekrautes mit ¼ Liter kaltgepresstem Oliven- oder Mandelöl übergießen. 14 Tage lang in einem verschlossenen Glasgefäß auf einer Fensterbank stehen lassen. Zum Schluss abseihen. Zusätzlich den Rückstand des Heidekrautes auspressen. Kühl und lichtgeschützt lagern. Für eine gelegentliche Haut- oder Fußmassage am Abend ist dieser Öl-Ansatz dazu geeignet, um die Haut geschmeidiger zu machen und die Muskelpartien, den Rücken und die Gelenke besser zur Entspannung zu bringen.

 

Heidekraut (Calluna vulgaris)© Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum