Zum Wohle der Frau

11. Oktober 2026

Liebstöckelwurzel aufbereiten

Der Herbst ist voller Gaben. Je kühler die Nächte werden, desto mehr sind wir darauf bedacht, das aus den Gärten ins Haus zu holen, was noch zu gebrauchen ist. In dieser Hinsicht steht uns gar vieles zur Verfügung. Wer in die Küche geht, um das Essen zuzubereiten, denkt dabei wahrscheinlich nach, welcher besondere Geschmack die Speisen interessant und appetitlich macht. Die Gewürze sind hierbei das Um und Auf. Die Zutaten erweisen sich aber nicht nur für den Teller und seinen Inhalt als wertvoll, sondern haben meist auch eine gesundheitsfördernde Kraft. In diesem Sinne lande ich heute beim Liebstöckel (Levisticum officinale). Das Aroma, das in den Blättern des Doldenblütlers drinnensteckt, hat ihm übrigens auch den Namen Maggikraut eingebracht. Doch ich möchte einladen, diesmal über den Rand des bereits besagten Tellers zu blicken, um zusätzlich das den Leib Unterstützende, das im Liebstöckel quasi als Schatz unter der Erde verborgen liegt, in Erwägung zu ziehen. Jetzt im Herbst ist nämlich die Wurzel des Gewächses von besonderem Interesse. Sie beinhaltet neben einem hohen Anteil an ätherischem Öl auch noch Cumarine und Carbonsäuren. Die damit verbundenen Effekte dürfen nun auf der Haut landen, um von dort aus Gutes zu bewirken. Das ist nicht bloß bei der Nachbehandlung von Wunden von Vorteil, sondern kommt vor allem den Frauen zugute. Hierbei fällt das Augenmerk dann besonders auf die Stärkung der Unterleibsorgane. Und die können das allemal „gut gebrauchen“.

Das Badewasser anreichern

100 g von frisch ausgegrabener oder getrockneter und zusätzlich zerkleinerter Liebstöckelwurzel mit 1 bis 2 Liter Wasser übergießen und 3 Stunden lang zugedeckt stehen lassen. Danach gründlich aufkochen und abseihen. Das Ergebnis ins bereitgestellte Badewasser leeren und 15 Minuten darin ein Vollbad nehmen. Nach dem Heraussteigen aus der Wanne und dem Abtrocknen die Oberfläche des Körpers noch mit ein wenig Ringelblumen-Ölauszug einreiben. Diese Maßnahme stärkt auf natürliche Weise die Unterleibsorgane der Frau und erhält diesen Bereich länger gesund.

Liebstöckel (Levisticum officinale) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum

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