Besonderes Erntegut für die Nerven

9. Oktober 2026

Haferstroh lässt sich durchaus aufgießen                                                                                                                                 

Es ist wohl eine Binsenweisheit: um das Vieh zu versorgen braucht es erstens ausreichend Futter und zweitens das nötige Stroh. In den Stallungen kommen die Landwirtschaft und der Pferdesport ohne diese Grundlagen nicht zurecht. Dass vom Hafer aber auch für den Menschen und die Pflege seines Wohlergehens etwas abfällt, möchte ich mit den folgenden Zeilen verdeutlichen. In vergangenen Jahrzehnten war es mehr als heute üblich, den Hafer (Avena sativa) auf den Feldern anzubauen und logischerweise auch zu ernten. Gerade in kleinstrukturierten agrarischen Betrieben, wo praktisch auf jedem Hof das Vieh in einem überschaubaren Ausmaß gehalten wurde, war es sowieso gang und gäbe, stets eigene Reserven an Futter und Einstreu zur Verfügung zu haben. So gesehen hatte der Hafer noch eine größere Bedeutung als heute. In der praktischen Verwendung des Korns wie auch des Strohs sammelte man übrigens ebenfalls gute Erfahrungen im Hinblick auf die Pflege der menschlichen Psyche. Sind im Haferkorn sehr viele wertvolle Inhalte wie Mineralstoffe und pflanzliches Eiweiß enthalten, so zeichnet sich der Halm wiederum dadurch aus, dass in ihm Flavonoide und Saponine eingelagert sind, die sowohl entzündungshemmende als auch beruhigende Effekte zeitigen und an den Menschen weitergeben können. Für den folgenden Tipp ist es von Vorteil, Zugang zu qualitätsvollem grünen Stroh des Hafers zu haben, um dessen Vorteile abschöpfen zu können.

Spezielles Tagesgetränk bereitstellen

5 Esslöffel voll von getrocknetem und zerkleinertem grünen Haferstroh am Abend in einem Kochtopf mit 1 Liter kaltem Wasser übergießen. Über Nacht zugedeckt stehen lassen und am Morgen darauf kurz gut aufkochen und dann abseihen. Den Absud am besten gleich in eine Thermosflasche füllen. Diese Menge über den Tag verteilt trinken. Das stellt eine sanfte und naturgenerierte Maßnahme dar, die in erster Linie den Nerven und deren Stärkung zugutekommt. Und ein ausgeglichenes Gemüt als Folge dessen ist allemal etwas wert.

Hafer (Avena sativa) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum