Gartenfreuden für den Magen
8. Oktober 2026Pfirsiche und Radieschen im Duo
Angesichts des heurigen Herbstes gewinnt so manches, was wir immer für selbstverständlich erachteten, einen größeren Stellenwert. Denn zuvor hatte sich der Sommer massiv breitgemacht, so dass er uns noch lange mit seinem Mangel an Niederschlägen in Erinnerung bleiben wird. Daher gibt es auch Einbußen bei der Ernte an Obst und Gemüse. Die Gartenfreuden tragen aber wesentlich zu unserem Wohlbefinden bei. So auch der Pfirsich (Prunus persica). Der Genuss dieser Frucht bringt es mit sich, dass die Verdauungsarbeit von Magen und Darm besser vonstattengeht und somit ebenfalls eine gute Balance in unserem Bauch aufrechterhalten wird, was schließlich nicht das Schlechteste ist. Die Pfirsiche sind reich an Vitaminen und liefern zugleich auch wichtige Mineral- und Ballaststoffe, die wiederum für eine intakte Darmflora zuträglich sind. Vom Süßen möchte ich nun zu einer naturgegebenen Schärfe schreiten, die wiederum die Radieschen (Raphanus sativus) für uns bereithalten. Sie beinhalten ebenfalls Vitamine sowie Mineralstoffe und zeichnen sich durch ihren charakteristischen Geschmack aus, der auf unserem Gaumen mit einen erfrischenden und muntermachenden Effekt zum Tragen kommt. Schon am Morgen ist es ratsam, durch den Konsum dieser roten Wurzelknollen die Tätigkeit der Leber zu fördern. Dies hat wiederum eine gute Auswirkung auf unser Gemüt. Wer es jedoch lieber süß hat, der greife zu Mittag schon vor der üblichen Mahlzeit zum Obst, um damit der Gesundheit vor dem Genuss bzw. dem Stillen des Hungers den Vorrang zu gewähren. Seien wir also darauf bedacht, mit dem Naheliegenden für das Wohl unseres Körpers zu sorgen.
Maßnahme vor den Mahlzeiten
Schon vor dem Frühstück ein Radieschen in Scheiben schneiden, dann nach und nach konsumieren. Dabei recht gut kauen und auch die Schärfe des Radieschens in Kauf nehmen. Das fördert schließlich das Wohlbefinden der Leber. Vor dem Mittagessen ist es angebracht, eine Pfirsichfrucht – vielleicht sogar von der Ernte aus dem eigenen Garten – aufzuschneiden und als Rohkostvorspeise genüsslich zu sich zu nehmen. Das bringt eine gute Verdauungstätigkeit in Schwung und unterstützt auf natürliche Weise die Gesundheit des Magens und des Darms.

Radieschen (Raphanus sativus) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum