Für Einreibungen bei Schmerzen

7. Oktober 2026

Slibowitz auf der Haut landen lassen                                                                                                                                 

Die Zeit der Zwetschkenernte weckt in mir viele Erinnerungen. Mühsam gilt es sich dabei zu bücken, sofern die blauen Früchte schon auf dem Boden gelandet sind und auf ihre weitere Verarbeitung warten. Und dabei gibt es viele Varianten, nicht zuletzt auch die herrlichen süßen Knödel, die hierzulande wohl kaum jemand nicht kennt. Nun wissen wir aber ebenso gut, dass es vor allem früher üblich war, in den bäuerlichen Haushalten die Zwetschken einzumaischen und schließlich zu Slibowitz zu brennen. Heute möchte ich auf dieses Produkt abzielen. Es geht mir aber weniger darum, die Stamperl damit zu füllen und auf unsere Gesundheit anzustoßen. Ohne ein Kostverächter zu sein, geht es mir vielmehr darum, den Slibowitz zur Bewältigung manch leidvoller Umstände in äußerlicher Anwendung heranzuziehen. Dabei handelt es sich um schmerzvolle Umstände verschiedenster Art. Diese können nun von Verspannungen hervorgerufen werden oder ebenso von Prellungen und Verstauchungen. Genauso ziehen rheumatische Erkrankungen diese Symptome nach sich wie auch die so genannte Gicht. Was noch zusätzlich zum Slibowitz dazugenommen werden kann, das sind die Wacholderbeeren. Wenn ich mit meinen Zeilen nicht nur so manche Kindheitserinnerungen bei den geschätzten Leserinnen und Lesern wachgerufen habe, so möchte ich im gleichen Aufwischen damit den Weg zu den alten Hausmitteln weisen, die sich heute noch genauso bewähren wie in den guten alten Zeiten.

Ansatz mit hochprozentigem Brand

Zu 1 Liter hochprozentigem Slibowitz (so genannter Vorlauf) 100 g zerquetschte Wacholderbeeren hinzugeben. In einem verschlossenen Weißglasgefäß beides zusammen 4 Wochen lang stehen lassen. Danach eignet sich dieser Ansatz (etwas davon mit ein wenig warmem Wasser verdünnt) als Hausmittel, um damit den Rücken, die Glieder und Gelenke bei schmerzvollen Zuständen einzureiben. Ebenso ist es möglich, mit diesem angereicherten Schnaps Auflagen durchzuführen.

Zwetschken  © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum