Dem Herzen zuliebe
28. September 2026Weißdornfrüchte aufbereiten
Wer offenen Auges durch die Natur geht und sich ihrer Pracht erfreut, mag wohl meinen, dass es das eine oder andere Gewächs darauf abgesehen hat, uns zu imponieren. Je mehr der Herbst voranschreitet, desto auffälliger sind die fruchtbehangenen Sträucher an Weg-, Wald- und Feldrändern, die anscheinend einen Blick von uns erheischen möchten. Dies trifft sicher auch auf den Weißdorn (Crataegus) zu. Sind wir also auf ihn aufmerksam geworden, so ist das ein Anlass, um diese Gabe der Natur unter die Lupe unseres Interesses zu nehmen. Die Früchte des Weißdorns enthalten Vitamine und Pektine. Sie sind nicht nur bei den Vögeln begehrt, die sie vor allem dann im Winter als Nahrungsreserve entgegennehmen. Weißdornfrüchte haben auch eine gute Wirkung auf den menschlichen Organismus und können auf verschiedene Weise aufbereitet werden. Generell belegt es die traditionelle pflanzliche Heilkunde, dass der Weißdorn die Herztätigkeit unterstützt und fördert. Unlängst bin ich beim Stöbern im Schatz der Ratschläge der Kräuterpfarrer wieder einmal auf ein Hausmittel gestoßen, das dazu anleitet, die roten Weißdornbeeren zu einem Brei zu kochen. Ergänzend sei dazu erwähnt, dass diese nicht giftig sind. Jedoch sollte man davon Abstand nehmen, sie roh zu genießen. Das sollten wir – wie schon erwähnt – nur dem singenden Federvieh überlassen. Für uns ist es angesagt, mit den Gaben des Weißdorns viel eher den Herd in der Küche aufzusuchen. Tun wir das doch dem Herzen zuliebe!
Beeren zu einem Brei verarbeiten
Reife rote Beeren des Weißdorns (am besten nach dem ersten Frost) sorgfältig abernten. Diese daheim dann abwaschen und verlesen. In einem Topf zusammen mit ein wenig Wasser auf der Herdplatte zu einem Brei aufkochen. Danach vom Herd nehmen, durch ein Sieb passieren und die Steinkerne weggeben. Abschließend ein wenig Honig in den erhaltenen Weißdornbrei rühren. Auskühlen lassen und in einem verschlossenen Glasgefäß im Kühlschrank aufbewahren. Tagsüber ab und zu einen Teelöffel voll davon in den Mund nehmen und nach einer Weile hinunterschlucken. Das kommt dann der Tätigkeit des Herzens zugute und wirkt zudem ausgleichend auf den Kreislauf.
