Gemüse ganzheitlich betrachtet

23. September 2026

Sellerie unterstützt auch die Nerven                                                                                                                                 

Wer sich mit Medizin und ihrer Geschichte auseinandersetzt, kommt nicht daran vorbei, die antiken Epochen genauer unter die Lupe zu nehmen. Dort gibt es oft sehr Erstaunliches zu entdecken. So meinte bereits der berühmte Arzt Hippokrates (+ um 370 v. Chr.), dass des Menschen Nahrung gleichzeitig seine Medizin sein sollte. Die aktuellen Gesundheitsratgeber werden dieser Anweisung sicher nicht widersprechen. So möchte ich heute auf ein Gemüse näher eingehen, das auch abseits vom Küchentisch von Interesse ist. Es handelt sich um die Sellerie (Apium graveolens). Da sie auf eine lange Tradition der Verwendung zurückblicken kann, wurden mit ihr schon viele gute Erfahrungen gemacht und gesammelt. Im Zuge dessen entdeckte man, dass diese Knollenwurzel für unser Nervenkostüm von Nutzen ist. In der Sellerie sind u. a. Mineralstoffe, Vitamine und auch ätherisches Öl eingelagert. Darüber hinaus besitzt sie Ballaststoffe, die sich wiederum förderlich auf eine gute Funktion des Magen- und Darmtraktes auswirken. Aber machen wir heute bei unseren Nerven Halt. Um deren Wohlbefinden zu untermauern, ist es angezeigt, die Sellerieknolle mithilfe eines pflanzlichen Öls für ein spezielles Hausmittel aufzubereiten. Wer nun darangeht, den Herbst im Hinblick auf die Ernte des Gartens zu nutzen, sollte so manches auf seine Tauglichkeit als gesundheitliche Begleitung in den Blick nehmen. Und dazu zählt ebenfalls die Sellerie.

Hausmittel mit Olivenöl

Ein Stück einer Sellerie von der Knolle abschneiden und klein raspeln. Davon einen Teil mit Olivenöl übergießen und im Verhältnis 1 : 4 (Sellerie : Olivenöl) 14 Tage lang in einem verschlossenen Glasgefäß stehen lassen. Danach abseihen, in handliche braune Fläschchen füllen und kühl lagern. 3 Wochen lang jeweils in der Früh und am Abend bloß 1/2 Teelöffel davon einnehmen und ein Glas Schwarzen-Johannisbeer-Saft nachtrinken. Ergänzend dazu etwas Brot kauen und schlucken. Das hat sich schon oft bewährt, um mit einer vorliegenden Nervenschwäche besser zurechtzukommen.

Echte Sellerie (Apium graveolens)

Sellerie (Apium graveolens). © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum