Grüne Energie für den Alltag
22. September 2026Vom Rosmarin abzapfen
Maschinen und die Motoren der Fahrzeuge sind bewundernswert, allein schon alles, was ihre Leistung und ihre Laufzeit betrifft. Je mehr ein Mensch jedoch an Lebensjahrzehnten ansammelt, desto eher bekommt er seine Begrenztheit im Hinblick auf die oben genannten technischen Qualitäten zu spüren. Wir sind eben ganz anders konstruiert und sollten uns dementsprechend darauf einstellen. Gottlob gibt es die Pflanzen, die uns helfen, mit manchem Nachlassen an Elan besser zurechtzukommen. Hierbei darf nun an den Rosmarin (Rosmarinus officinalis) erinnert werden. Dieser Lippenblütler ist aufgrund seiner mediterranen Herkunft mit dem Aufnehmen von Sonnenenergie vertraut und weiß diese auch in verwandelter Form wieder abzugeben. Die Liste der Inhaltsstoffe des Rosmarins weist neben vielen anderen Substanzen auch ätherisches Öl, Terpene, Thymol, Gerbstoffe und Flavonoide auf. Er besitzt eine durchblutungsfördernde Kraft und hilft auf diese Weise mit, einen niedrigen Blutdruck anzuheben. Das tut gerade dann gut, wenn jemand sich selbst nicht mehr als agil und leistungsfähig empfindet, sondern genau das Gegenteil verspürt und womöglich in Bezug auf den Kreislauf auf wackeligen Beinen zu stehen scheint. Es ist möglich, mithilfe ganz einfacher pflanzlicher Unterstützung wieder mehr Vitalität in Gang zu setzen und motivierter an seine Arbeit zu gehen. Einen Versuch ist es auf jeden Fall wert.
Belebender Aufguss
2 gestrichene Teelöffel zerkleinertes, getrocknetes, blühendes Rosmarinkraut mit 1/4 Liter siedendem Wasser überbrühen. 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Nach dem Abseihen auf das Süßen verzichten und den Rosmarintee 1/2 Stunde vor den Mahlzeiten konsumieren. Am Abend jedoch davon Abstand nehmen, um nicht die Qualität eines guten Schlafes zu beeinträchtigen. In der Früh und tagsüber durchführen, um auf diese Weise ein Gefühl der Müdigkeit und der Antriebslosigkeit effektiver zu vertreiben.

Rosmarin (Rosmarinus officinalis) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum