Wenn Gelsen plagen

21. September 2026

Mit Weidenrinde Stiche lindern                                                                                                                                 

Astronomisch und kalendarisch ist es ganz eindeutig definiert, dass es nun an der Zeit ist, dem Herbst das Zepter zu übergeben. Die Länge des Tageslichtes nimmt ab und bald erreichen wir die sogenannte Tag- und Nachtgleiche. Trotzdem gibt es von den heißen Monaten her immer noch einen Überhang an warmen Tagen, den auch das fliegende Insektenvolk zu nutzen weiß. Leider betrifft dies ebenfalls die Mücken, die sich noch einmal des Lebens freuen möchten, nicht ohne uns dabei zu bedrängen. Unter diesen Vorzeichen sei diesmal auf die Weiden (Salix) verwiesen, im Speziellen auf deren Rinde. Damit meine ich nicht die dicke und raue Borke der Stämme, sondern vielmehr die äußerste Deckschicht an den fingerdicken Zweigen, die ein Wuchsalter von ca. 3 Jahren aufweisen. In ihnen sind nämlich so genannte Salicylsäureverbindungen enthalten. Diese können mithelfen, Entzündungen zu reduzieren und Schmerzen zu lindern. Wer sich nun des Abends noch im Freien aufhält, begegnet nicht selten auch Insekten, die durch Stiche oder das Ansaugen des Blutes ihre Anwesenheit auf schmerzvolle Weise kundtun. Was davon zurückbleibt, sind lokal begrenzte Schwellungen, die in weiterer Folge über Tage hinweg einen Juckreiz mit sich bringen. Ich brauche wohl nicht extra betonen, dass sich dies unangenehm bemerkbar macht. Mit Weidenrinde können wir diesem Umstand begegnen und uns wieder wohler in unserer eigenen Haut fühlen. Solange es draußen warm ist, sind eben auch noch stechende Plagegeister unterwegs.

Badezusatz zum Wohlfühlen

250 g von getrockneter und zerkleinerter Weidenrinde mit 3 Liter kaltem Wasser übergießen. Beides zusammen ca. 8 Stunden lang stehen lassen. Im Anschluss daran 15 Minuten lang gut aufkochen und hernach abseihen. Das Ganze in eine bereits mit warmem Wasser gefüllte Badewanne leeren und 20 Minuten darin baden. Das zeitigt eine entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung, die vor allem dann guttut, wenn jemand beim Aufenthalt im Freien eine Anzahl von Mückenstichen abbekommen hat.

Weide (Salix) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum