Die Bronchien stärken

20. September 2026

Lindenblüten sind hierbei nützlich                                                                                                                                 

„Wenn einmal die Ampel der Gesundheit auf Rot steht, dann ist es reichlich spät, um dafür noch etwas zu unternehmen.“ Mit diesem Weckruf zog einst Kräuterpfarrer Hermann-Josef Weidinger im wahrsten Sinne des Wortes mit seinen Vorträgen durch die Lande. Die Kraft der Kräuter lag ihm am Herzen. Diese Begeisterung soll auch heute wieder Platz greifen und bei den Menschen landen. Viele von uns möchten z. B. beim Atmen keine Einschränkungen erfahren. Dazu soll nun die Linde (Tilia) in unsere Überlegungen mit einbezogen werden. Ihre duftenden Blüten enthalten Schleimstoffe, Flavonoide, ätherisches Öl sowie Gerbstoffe und besitzen neben dem wohl allseits bekannten schweißtreibenden Effekt auch reizlindernde Wirkungen. Denken wir nur an die Zeiten, da wir etwa zu Erkältungskrankheiten neigen. Deshalb ist es wohl nur recht und gut, sich jetzt schon darauf vorzubereiten. Bei nicht wenigen von uns stellt zudem eine chronische Schwächung der Bronchien eine große Herausforderung dar, die uns ebenso aufzeigt, wie wertvoll es ist, mit freier Lunge die Wege des Lebens beschreiten zu können. Um diesen gewünschten Zustand nach Möglichkeit lange aufrecht zu erhalten, sind nun stärkende Maßnahmen angezeigt. Wie gesagt: die Ampel der Gesundheit sollte möglichst lange das grüne Licht leuchten lassen. Nicht umsonst sind die meisten Pflanzen in diese Farbe eingehüllt.

Aufguss für den Atem

1 Teelöffel voll getrocknete Lindenblüten mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen. Danach 15 Minuten lang zudeckt stehen lassen und dann abseihen. 1 Woche lang jeweils in der Früh und am Abend 1 Tasse davon schluckweise trinken, um sich so der stärkenden Kraft der Lindenblüten zu bedienen, die dem ganzen Organismus und im Speziellen der Lunge zugutekommt. Es ist für dieses Ansinnen zudem möglich, Lindenblüten zu gleichen Teilen mit Spitzwegerich zu mischen und als Tee aufzugießen.

Linde (Tilia) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum