Für eine gute Stimme

14. September 2026

Das Lungenkraut nutzen                                                                                                                                 

Unlängst hat es bei mir daheim im Waldviertel Gott sei Dank wieder einmal geregnet. Die Frösche und Kröten nutzen in Folge der Nässe die Gelegenheit, ihre herbstlichen Wanderungen anzugehen, die leider auch über die Straßen führten. Viele haben es hoffentlich abseits davon geschafft, gut weiterzukommen. Dass sprichwörtliche Frösche im Hals landen können, wissen wir wohl nur allzu gut. Hierbei können wir aber mit der Kraft der Heilkräuter etwas unternehmen. Und dazu ist es durchaus möglich, auch jetzt auf einen Frühlingsboten zurückzugreifen. Ich meine konkret das Lungenkraut (Pulmonaria officinalis). Unsere Stimme im Hals kann sich vor allem am Morgen recht heiser anhören. Bei einer Erkältung ist sie dann ebenso nicht in Hochform. Im Lungenkraut sind wertvolle Gerbsäuren, Saponine und auch Schleimstoffe enthalten, die im Falle einer angekratzten Sprachbetätigung eine brauchbare Hilfe bringen können. Unsere Stimmbänder stellen einen äußerst sensiblen Bereich dar, mit dem es gilt, zeit seines Lebens sorgsam umzugehen, damit sich eine Beeinträchtigung derselben nicht als chronische Schädigung manifestiert. Somit sind wir eben wieder beim Lungenkraut gelandet, das sich auch im Herbst und im Winter sehr gut eignet, verwendet zu werden. Gewiss sind es die getrockneten Blätter, die sich letztlich zu jeder Jahreszeit als nutzbringend herausstellen können.

Trinken oder Gurgeln

4 Teelöffel voll getrocknetes und zerkleinertes blühendes Lungenkraut mit 1/4 Liter kochendem Wasser übergießen und 15 Minuten lang zugedeckt ziehen lassen. Danach abseihen und die halbe Menge des Kräutertees mit etwas Honig und frischem Zitronensaft ergänzen. Bei einer heiseren Stimme gleich in der Früh 1 Tasse ziemlich warm konsumieren. Mit dem übrigen Absud, der nicht gesüßt wird, kann zusätzlich noch gegurgelt werden. Das tut dem ganzen Hals und Rachen gut.

Lungenkraut (Pulmonaria officinalis) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum