Für ein heiteres Gemüt
15. September 2026Mit Ysop baden
Wer sich seiner Gesundheit annimmt, sollte dabei auch seine Seele nicht vergessen. Das hat schon Pfarrer Sebastian Kneipp zeit seines Wirkens immer wieder betont. Gewiss gibt es auch hier mehrere Schichten und Komponenten, die es zu beachten gilt. Je kürzer bereits merkbar die Tage werden, desto mehr dürfen wir wohl auf unser Gemüt schauen. Seitens der Kräuter kann hierzu der Ysop (Hyssopus officinalis) einen erhellenden Beitrag leisten. Immerhin steckt sehr viel Positives in dem Lippenblütler, den schon die Menschen vieler Generationen vor uns zu schätzen und zu nutzen wussten. Der Ysop enthält übrigens ätherisches Öl, Gerbstoffe, Flavonoide sowie Hyssopin in sich. Von diesem Heil- und Würzkraut gehen sowohl zusammenziehende als auch keimwidrige Effekte aus. Das kann vorerst die Haut stärken, die sicherlich für eine pflanzengenerierte Fürsorge dankbar ist. Vor allem dann, wenn der Alterungsprozess die Außenschicht des Körpers verändert, ist es sicher klug, mit dem Ysop diesen Fortgang zu verlangsamen. Das Ganze zielt aber zugleich auf unser Gemüt ab, das ja gerade im Herbst so mancher Herausforderung gegenübersteht. Das Gewürzkraut Ysop stammt – wie sicher viele wissen – aus mediterranen Ländern. Allein aufgrund dieser Tatsache kann man darauf schließen, dass die Pflanze ein heiterer Geselle ist. Das lässt sich nun auf uns selbst übertragen.
Zusatz anrichten
Die Menge von ca. 50 bis 70 g des getrockneten und zerkleinerten blühenden Ysopkrautes mit 2 Liter kaltem Wasser übergießen. Auf den Herd stellen und kurz aufkochen. Dann noch 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Zum Schluss abseihen und den fertigen Zusatz in das warme Badewasser leeren. 20 Minuten lang in der Wanne baden. Diese Maßnahme erhellt in erster Linie ein niedergedrücktes Gemüt. Zugleich profitiert davon auch unsere Haut, die eine straffende Maßnahme sicher gerne entgegennimmt.

Ysop (Hyssopus officinalis) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum