Bei Kopfschmerzen und Migräne

14. August 2026

Aufs liebenswerte Mutterkraut zählen                                                                                                                                

Im Reich der Pflanzen steht uns eine wunderbare Welt gegenüber. Egal, auf welchem Teil unseres Planeten wir die Flora eingehender betrachten: überall tut sich uns eine Wirklichkeit auf, die uns letztendlich Respekt einflößt. Die Erfahrungsgeschichte unseres Kontinentes wiederum, die über bestimmte Pflanzen und deren Wirkkräfte meist viele Berichte umfasst, kann auch heute noch als wegweisend gelten. Als entkrampfend und schmerzlindernd hat sich demnach seit jeher das Mutterkraut (Tanacetum parthenium) erwiesen. Zur Zeit Hildegards von Bingen wurde geschrieben, dass der Saft des Mutterkrauts etwa wie eine Salbe dem schmerzenden Eingeweide zu Hilfe kommen würde, wenn man damit eine Suppe anrichtet. Nun, zu den Inhaltsstoffen des Mutterkrauts können wir ätherisches Öl, Cumarin und vor allem eine Reihe an Flavonoiden zählen. Für den heutigen Tipp möchte ich mich auf den Kopf konzentrieren. Aus verschiedensten Gründen kann es sein, dass der oberste „Regent“ unseres Leibes unter Schmerzen zu leiden hat. Dies kann im Zuge der monatlichen Menstruation bei Frauen geschehen. Manche Wetterumschwünge machen sich zudem bei vielen – egal ob Mann oder Frau – auf diese Weise bemerkbar. Und dann gibt es auch noch das große Thema Migräne. Jenes Leiden kann wiederum unterschiedliche Symptome zeitigen, löst jedoch nicht selten im Kopf zumindest ein Unbehagen aus. Um nun dem hier leidlich Aufgezählten begegnen zu können, mag das Mutterkraut eine Möglichkeit darstellen.

Aufguss mit frischem Kraut

Vom blühenden Mutterkraut ein paar Blätter und Blüten abzupfen. Davon eine Menge von 2 Teelöffeln nehmen und mit 1/4 Liter siedendem Wasser überbrühen. Danach 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Letztlich abseihen und schluckweise trinken. Das kann zur lindernden Begleitung bei Kopfschmerzen durchgeführt werden, jedoch nicht mehr als 2 Tassen pro Tag einnehmen. Es lässt sich auch vorbeugend beim Wissen um Migräne anwenden. Bei Schwangerschaft das Mutterkraut unbedingt meiden (möglicherweise Wehen auslösend)!

Mutterkraut

Mutterkraut (Tanacetum parthenium) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum