Wenn die Dille Samen trägt

11. August 2026

Entspannung entgegennehmen                                                                                                                                 

Wer mit den vorherrschenden sommerlichen Temperaturen nur schlecht zurechtkommt, sitzt mit diesem Unbehagen nicht alleine im sprichwörtlichen Boot. Abgesehen von uns Menschen sind vor allem Tiere und Pflanzen vermehrt Leidträger des heurigen Sommers, die sich davor nicht so leicht zurückziehen können wie unsereins. Und dennoch lässt auch unser Schlaf nicht selten zu wünschen übrig. Dazu kommt mir heute die Dille (Anethum graveolens) in den Sinn. Seit der Antike ist die Praxis ihrer Verwendung bezeugt. Dafür, dass dieser Doldenblütler in Menschennähe gepflanzt und kultiviert wurde, war nicht bloß der charakteristische Geschmack der grünen Triebe des Dills verantwortlich, sondern ebenso die darin schlummernde Heilwirkung, die sich insbesondere als verdauungsfördernd und krampflösend erweist. Die Inhaltsstoffe der Dille sind vor allem ätherisches Öl und Mineralsubstanzen sowie Vitamine. Und überdies profitiert nun gerade auch der Schlaf von der Verwendung dieser Heilpflanze. Wer einige Exemplare davon im eigenen Garten stehen hat, auf denen die Samen derzeit heranreifen können, sollte diese Frucht für das eigene Wohlbefinden ins Kalkül ziehen. Immerhin spricht in der Regel nichts dagegen, hiermit eine äußerliche Anwendung durchzuführen. Und eine Erfrischung für die Füße wird zudem damit bereitgestellt.

Badewasser anreichern

5 Esslöffel voll Dillsamen in einen Topf geben und mit 1 Liter kaltem Wasser übergießen. Beides zusammen 1 Stunde lang stehen lassen und danach kurz aufkochen. Wieder vom Herd nehmen und noch 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Dann abseihen und dem Fußbadewasser beifügen. 15 Minuten die Füße darin baden. Zum Schluss gründlich abtrocknen. Diese Maßnahme trägt dazu bei, nach einem heißen Tag besser ausspannen zu können, was in weiterer Folge auch einem tieferen Schlaf zuträglich ist. 

Dille (Anethum graveolens) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum