Zur Stärkung des Gefäßsystems
10. August 2026Den Vogelknöterich aufgießen
Wenn Menschen gar hohe Erwartungen haben und ihre Sprache mit allzu viel Superlativen auskleiden, dann werden sie von ihrem Gegenüber nicht selten aufgefordert, zumindest in ihrer Wortwahl und in ihren Vorstellungen möglichst am Boden zu bleiben. Eine Pflanze, die uns das mit ihrem Wuchs vorzeigt, ist sicher der Vogelknöterich (Polygonum aviculare). In den Trieben des sich am Boden ausbreitenden Gewächses, das nicht selten gar in Fugen zwischen Pflastersteinen und Betonplatten seine Wurzeln ausbildet, sind Gerb- und Schleimstoffe, Kiesel- und Gerbsäure sowie Flavonoide eingelagert. Es ist nun für alle wohl angesagt, in Zeiten wie den unsrigen, auf den Flüssigkeitsbedarf des Körpers besonders Bedacht zu nehmen, um durch die sommerlichen Bedingungen keinen gesundheitlichen Schaden zu erleiden. Dabei hilft uns auch das Trinken von verschiedenen Kräutertees, die ihrerseits gute Effekte mit sich bringen. Unsere Physis ist mit einem dichten Netz an Gefäßen in Form von Adern und Lymphbahnen durchzogen. Um genau diese Verästelungen bzw. Systeme zu stärken, ist es möglich, auf den Vogelknöterich zurückzugreifen. Diesem Heilkraut wird überdies die Kraft zugeschrieben, bei Stoffwechselkrankheiten eine hilfreiche Unterstützung zu bieten.
Eine Zeitlang Tee trinken
Von getrocknetem und zerkleinertem blühenden Kraut des Vogelknöterichs 2 Teelöffel voll mit 1/4 Liter kochendem Wasser überbrühen. Daraufhin 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Zum Schluss abseihen und in eine Tasse leeren. Wer mag, kann den Tee mit ganz wenig Honig süßen. Über den Tag verteilt 2 bis 3 Schalen davon schluckweise trinken und zwar 3 Wochen lang. Das fördert eine gute Konsistenz des Gefäßgewebes und unterstützt zudem einen ausgeglichenen Stoffwechsel.

Vogelknöterich (Polygonum aviculare) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum