Mehr Blüten ins Essen
1. August 2026Den Steinklee für die Gesundheit verwenden
Es muss weder unser Alltag noch die Umgebung grau und eintönig sein. Es ist gerade die warme Jahreszeit dazu angetan, sich möglichst bunt zu präsentieren. Das gilt jedoch nicht bloß für die Mode oder den Anstrich von Häuserfassaden. Die Natur sorgt wohl am besten mit, dass dahingehend stets eine Abwechslung ins Land zieht. Und eine Farbe taucht dabei wiederholt auf, nämlich das Gelb. In diesem Ton präsentiert sich u. a. auch der Gelbe Steinklee (Melilotus officinalis). In seinen Blüten sind vornehmlich Flavonoide und Schleimstoffe enthalten. Darüber hinaus befinden sich noch Cumarine im Gewächs, die vor allem beim Trocknen der Pflanze zutage treten und von unserem Geruchssinn als unverwechselbarer Duft des Steinklees wahrgenommen werden. Aus diesem Grunde eignen sich die Blütentriebe u. a. zur Mottenabwehr in den Kleiderschränken. Für unsere Gesundheit hat das blühende Kraut aber ebenfalls etwas zu bieten. Wer den Steinklee innerlich anwendet, trägt dazu bei, die Blutgefäße zu stärken und sie für einen klaglosen Durchfluss des roten Lebenssaftes frei und offen zu halten. Das erweist sich besonders bei Stauungen wie z. B. Hämorrhoiden als vorteilhaft. Mit den getrockneten Triebspitzen lässt sich ganz einfach ein Tee im Heißaufguss zubereiten, den man nach Bedarf eine Zeitlang regelmäßig trinkt. Heute möchte ich noch einen Ratschlag weitergeben, der in der Küche bzw. am Esstisch zum Tragen kommen kann. Mithilfe von angereicherten Speisen bzw. Getränken können die guten Effekte des Steinklees zugunsten unserer Gesundheit auf den Weg gebracht werden.
Speisen aufbessern
Hat man Zeit für eine kleine Mahlzeit zwischendurch, dann kann auch der Gelbe Steinklee dabei eine Rolle spielen. Die getrockneten Blüten, die man zuvor von den Trieben abgerebelt hat, mischt man u. a. unter einen Streichkäse, der dadurch noch geschmacklich aufgebessert wird. Oder man nimmt 2 Teelöffel voll Blüten und rührt sie in ein Glas Sauer- bzw. Buttermilch. Ca. 1/4 Stunde lang stehen lassen und dann erst schluckweise konsumieren. Das kommt vor allem den Blutgefäßen zugute und hilft überdies mit, eine bessere Funktion des Lymphsystems aufrechtzuerhalten.

Gelbe Steinklee (Melilotus officinalis)© Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum