Zum Wohle der Ohren
31. Juli 2026Die Dach-Hauswurz nutzen
Um unsere Umwelt gut wahrnehmen zu können, benötigen wir unsere Sinne. Bei vielen Gelegenheiten ist es angesagt, die eigene Aufmerksamkeit zu erhöhen, wobei auch das Hören eine große Rolle spielt. Die Ohren benötigen nun einmal wie alle anderen Bereiche des Körpers eine gewisse Fürsorge, vor allem dann, wenn es um ihren Zustand nicht gut bestellt ist. Hierbei stehen uns manche Heilkräuter hilfreich zur Seite. Eine besondere Art davon ist in vielen Gärten vorzufinden. Konkret meine ich die Dach-Hauswurz (Sempervivum tectorum). Dieses Dickblattgewächs hat kein Problem, um etwa auf Mauern und selbst auf flach geneigten Dachziegeln ihr Auslangen zu finden. Die zierende Pflanze kommt nämlich mit ganz wenig Wasser aus, das in der Regel von Niederschlägen stammt. Die Inhaltsstoffe der Hauswurz setzen sich aus Gerb- und Schleimstoffen, verschiedenen Säuren sowie Bitterstoffen und Harzen zusammen. Das macht sie nun geeignet, gezielt für äußerliche Anwendungen herangezogen zu werden. Wenn heute das Thema Ohren gleichsam auf dem Tablett liegt, so möchte ich jetzt nicht auf die Fähigkeit, besser zu hören, eingehen. Vielmehr ist es mir ein Anliegen auf eine Unterstützung hinzuweisen, die bei Schmerzen in diesem Bereich angesagt sein kann. Gewiss ist es vor allem wichtig, eine ärztliche Diagnose einzuholen, wenn jemand Probleme an den Ohren oder im damit verbundenen Bereich hat. Die pflanzliche Kraft bietet sich dann als Ergänzung an, sofern dies zielführend ist.
Saft auspressen und anwenden
Ein aus der Rosette herausgebrochenes Blatt der Dachhauswurz mit einem sauberen Tuch abwischen und vorerst leicht anquetschen. Danach den darin enthaltenen Saft auspressen. 2-mal pro Tag bloß 4 bis 5 Tropfen des Hauswurzsaftes in den äußeren Gehörgang träufeln. Es ist aber auch möglich, einen Wattebausch damit zu tränken und diesen eine Weile im Gehörgang zu belassen, um damit eine Linderung bei schmerzlichen Entzündungen desselben herbeizuführen. Bei der Anwendung immer den Saft frisch pressen und mit großer Vorsicht vorgehen, um auf jeden Fall das Trommelfell zu schonen.

Hauswurz (Sempervivum tectorum) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum