Hilfe bei Durchfall

25. Juli 2026

Brennnesselsamen tun dem Darm gut

Wenn nun bald die Zeit der Kornernte in den meisten Regionen des Flachlandes zu Ende geht, so gibt das einen Anstoß, über das nachzudenken, was wir den Kräutern an Früchten und Samen entnehmen dürfen. Ein Teil dieses Ertrages wird wohl dafür dienen, um sie erneut zur gegebenen Frist auszusäen. Andererseits lässt sich auch einiges davon für unser Wohlbefinden nutzen. Schauen wir in diesem Zusammenhang einmal mehr auf die Brennnesseln (Urtica). Dieses äußerst wuchsfreudige Gewächs bereitet so manchem Kopfzerbrechen und Mühe, da es sich als lästig erscheinendes Beikraut in den Gärten zu behaupten weiß. Doch ist das noch lange kein Grund, um diese Pflanze gering zu schätzen. Die Brennnessel beinhaltet nämlich wichtige Inhaltsstoffe, die unserer Gesundheit durchaus zuträglich sind. Dabei handelt es sich um Mineralsubstanzen wie Kalzium, Magnesium und Eisen sowie auch um Vitamine und Flavonoide. Heute möchte ich zusätzlich den Nutzen der Samen der Brennnesseln hervorkehren. Heilkräuterkundige Feinschmecker wissen darum. Die reifen Samen sind jetzt ein begehrtes Sammelgut, das auf verschiedene Weise zum Einsatz kommen kann. Sie schmecken nussartig und sind mit Schleimstoffen angereichert. Diese Tatsache bringt einen Vorteil mit sich, der einem angeschlagenen Verdauungstrakt eine Unterstützung bieten kann. Davon können schließlich auch Heranwachsende profitieren.

Tipp für Kinder und Jugendliche

Von getrockneten und gut aufbewahrten Samen der Brennnesseln 1 Esslöffel voll in einen Topf geben und mit 1/4 Liter kaltem Wasser übergießen. Beides zusammen aufkochen und dann vom Herd nehmen. Ein paar Minuten ziehen lassen und schließlich abseihen. Den schleimhaltigen Tee eventuell mit etwas Honig süßen. Bei Durchfall von Kindern ab dem Alter von 5 Jahren und bei Jugendlichen kann dieser Brennnesselsamen-Tee eine lindernde Begleitung darstellen, sofern keine Allergie gegenüber dieser Pflanze vorliegt.

 

 Brennnesselsamen (Urtica dioica) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum