Erntegut für die Haut

6. Juli 2026

Gerstenkörner machen Hände geschmeidig                                                                                                                                 

Wie gut die diesjährige Getreideernte ausfallen wird, können wir erst dann sagen, wenn österreichweit alles auf den Feldern gedroschen und auch für den späteren Gebrauch gelagert wurde. Die andauernde Trockenheit hat sich wahrscheinlich nicht unbedingt positiv auf den Nährwert der Feldfrucht ausgewirkt. Es gibt aber noch andere Aspekte, die es zu bedenken gilt. Dafür möchte ich mich heute mit der Gerste (Hordeum vulgare) auseinandersetzen, die sich ebenso für die Pflege von rauen und rissigen Händen als hilfreich herausstellen kann. In den Gerstenkörnern sind neben Eiweiß und Stärke auch verschiedene Mineralsubstanzen sowie Aminosäuren eingelagert. Diese Inhaltssubstanzen werfen somit ihr Gewicht in die Waagschale, wenn es gilt, mithilfe äußerer Anwendungen so vorzugehen, dass die Haut erweicht und geschmeidiger gemacht werden kann. Gerade dann, wenn die Hände bei Tätigkeiten im eigenen Haushalt oder am Berufsplatz stark strapaziert werden, ist meist die Folge davon, dass die Haut auf den Handflächen und Fingern eine raue und nicht selten rissige Struktur aufweist. Ein altes Hausmittel wurde uns überliefert, das bei derlei Umständen eine Maßnahme darstellt und in der Regel auch eine gute Wirkung zeitigt. Geben wir also bei den geschilderten leidigen Umständen den Kräften der Natur die Chance, sich als das Naheliegende zu erweisen, das uns schließlich in Freud und Leid einen Beistand leistet.

Absud aus Getreide

3 Esslöffel voll Gerstenkörner mit 1 Liter kaltem Wasser übergießen. Auf einer Herdplatte so lange leise köcheln, bis das Getreide weich wird. Danach das Gerstenwasser abseihen und auf eine annehmbare Temperatur auskühlen lassen. Anschließend die Hände ca. 10 Minuten lang darin baden. Währenddessen die Handflächen und die Finger gegeneinander reiben. Die Inhaltsstoffe der Gerste können auf jene Weise in die Haut vordringen und diese wieder geschmeidiger werden lassen. Nach dem Handbad gut abtrocknen und die Haut am besten mit einem Ringelblumen-Ölauszug einreiben.

Gerste (Hordeum vulgare) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum