Innere Reinigung verstärken

16. Juni 2026

Die Eberraute dafür verwenden                                                                                                                                 

Fasten, entschlacken und sich von innen heraus reinigen, das meinen wir nur mit den Jahreszeiten wie Frühling und Herbst verbinden zu müssen. Es kann aber genauso angezeigt sein, dies ebenfalls im Sommer zu praktizieren, wenngleich wir hierbei auch mit Bedacht vorgehen sollten. In den normalen Alltag lässt sich dahingehend jedenfalls ein ganz bestimmtes Heilkraut integrieren, das gar nicht so selten in den Gärten zu finden ist. Ich meine damit konkret die Eberraute (Artemisia abrotanum), die eine nahe Verwandte des Wermuts ist. Ihre ursprüngliche Heimat liegt auf dem Balkan wie etwa in Kroatien und südlich. Botanisch gesehen zählt dieses Kraut zu den Korbblütlern wie etwa auch der bei uns heimische Beifuß. Irgendwie fühlt man sich bei der Eberraute aber an Zitronen erinnert, da die oberirdischen Pflanzenteile einen sehr erfrischenden Duft verströmen, wenn sie zwischen den Fingern zerrieben werden. Dafür zeichnen die ätherischen Öle verantwortlich, welche in der Eberraute vorhanden sind. Des Weiteren zählen auch Bitter- und Gerbstoffe zu den markanten geschmacklichen Inhalten des einst sehr häufig verwendeten Gewürzes. Jenen Umstand können wir uns nun zunutze machen, wenn jemand z. B. an heißen Tagen nach einem durststillenden Getränk Ausschau hält, das gleichzeitig die Reinigung des Körpers von innen heraus unterstützt.

Ansatz mit frischem Kraut

Von zerkleinerten frischen Blättern der Eberraute 2 Esslöffel voll über Nacht in 1 Liter kaltem reinen Trinkwasser ansetzen. Am nächsten Tag abseihen und in einen Krug füllen, der gegen den Besuch von Insekten zur Sicherheit abdeckt wird. Über den Tag verteilt wiederholt ein Glas davon trinken. Das bewährt sich u. a. bei Verdauungsstörungen, trägt aber vor allem dazu bei, dass durch die Steigerung der Harnabgabe der Körper besser von innen heraus gereinigt wird.

Eberraute (Artemisia abrotanum) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum