Reinigend für die Haut

14. Juni 2026

Kren mit Essig kombinieren                                                                                                                                 

Aus einer Speisekammer einen Kosmetiksalon machen zu wollen, ist wohl ein sehr merkwürdiges Unterfangen. Alles soll schließlich im Haus seinen Platz haben und der jeweiligen Funktionen entsprechend eingerichtet sein. Es kann aber durchaus vorkommen, dass wir im Blick auf unsere Reserven an Obst und Gemüse einiges entdecken, das sowohl auf dem Teller als auch im Badezimmer etwas zu mehr Wohlgefühl beitragen kann. Und somit lande ich heute beim Kren (Armoracia rusticana). Die Wurzel des Meerrettichs, wie der Kren im deutschsprachigen Raum außerhalb Österreichs bezeichnet wird, zählt zu den äußerst scharfen Gewürzen. Grund dafür ist der Anteil an Senfölen, der den Kren „auszeichnet“. Doch wer diese Beschaffenheit richtig einzuschätzen und in der Folge gut damit umzugehen weiß, der kann auch darangehen, ein Hausmittel ins Auge zu fassen, das rein äußerlich zum Einsatz gebracht wird. Im Hinblick auf die Pflege der Haut kann der Kren auf eine einfache Weise sozusagen entschärft werden. Wenn das Anliegen vorliegt, bei Akne oder bei Leberflecken und Sommersprossen etwas zu unternehmen, das die pflanzliche Kraft zum Tragen kommen lässt, kann ich heute hierzu einen konkreten Tipp weitergeben. Dafür benötigen wir lediglich noch Essig, um einen pflegenden Ansatz herzustellen.

Verdünnt verwenden

50 g frisch geriebenen Kren mit 1 Liter Apfelessig übergießen und in einem verschlossenen Glasgefäß 8 Tage lang bei Zimmertemperatur stehen lassen. Zum Schluss einfach abseihen und lichtgeschützt lagern. Um die Haut beim Auftreten von Akne, Leberflecken oder Sommersprossen zu pflegen, morgens und abends jeweils 3 Esslöffel des Krenessigs in 1/8 Liter lauwarmes Wasser geben. Einen Waschlappen damit tränken und die betroffenen Stellen sanft abreiben. Den aufgetragenen Ansatz auf der Haut trocknen lassen. Das kann auch mithelfen, einer fleckigen Haut ein besseres Aussehen zu verleihen.

Kren (Armoracia rusticana) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum