Wohltat für die Muskeln

12. Juni 2026

Mit Weihrauch zubereiten

Der Mensch kommt erst so richtig zur Entfaltung, wenn er sich für etwas einsetzt, sich anstrengt und in der Folge auch arbeitet. Zumindest meinen wir das oft. Und so rackert sich Mann und Frau Österreicher ab, um etwa ein neues Haus zu bauen oder im bestehenden Zuhause bzw. im Garten eine Umgestaltung durchzuführen. Das geht sicher nicht ohne den Einsatz von Muskelkraft und der Wendigkeit der Gelenke. Für sie steht nun Weihrauch bereit, um sich der eben angesprochenen physischen Zonen zuzuwenden. Das Harz der Boswellia-Arten (= Weihrauchbaum), das wir wohl von seinem liturgischen Gebrauch bei festlichen Gottesdiensten kennen, besitzt ebenso heilsame Eigenschaften, die sich wohltuend und schmerzlindernd auf den Muskel- bzw. Gelenksapparat auswirken können. Ätherisches Öl, Harz und pflanzliche Säuren zählen zu den Inhaltssubstanzen des Weihrauchs. So liegt es nahe, dieses orientalische Handelsgut dem menschlichen Organismus auch in Form eines Hausmittels bereitzustellen. Im Blick auf so manche Freizeitbeschäftigung bzw. der Arbeit im eigenen Haus und drumherum sei nun ebenso an eine Nachsorge gedacht, die sich unser Bruder Leib auch sehr wohl verdient hat. Dieser meldet sich nach getaner Müh‘ und Plag‘ meist eh zu Wort. Muskelkater, Verspannungen und Gelenksschmerzen sind dann Anlass, ihm „Weihrauch zu streuen“.

Lotion ansetzen und anwenden

Weihrauchkörner von reiner und guter Qualität, die u. a. auch in Apotheken bezogen werden können, zuerst in einem Mörser zerkleinern. Anschließend in einem verschlossenen weißen Glasgefäß 3 Wochen lang zusammen mit gutem Weißwein oder in Olivenöl im Verhältnis 1 : 3 ansetzen. Hin und wieder gut durchschütteln. Zuletzt einfach abseihen und in braunglasige Fläschchen abfüllen. Kühl gelagert, kann dieser Ansatz als Einreibung herangezogen werden, wenn die Gelenke und Muskelpartien nach einer anstrengenden Herausforderung einer wohltuenden Zuwendung bedürfen.

Harz der Boswellia-Arten © Archiv Kräuterpfarrer-Zentrum