Erfrischung in greifbarer Nähe

11. Juni 2026

Hainbuchengrün dazu aufbereiten

Wir haben wohl heuer schon ein paar Tage erleben dürfen, an denen uns der Schatten der Bäume gut angestanden ist. Egal, ob darunter ein Auto geparkt wurde oder wir selbst uns vor der sengenden Hitze der Sonne geschützt haben: es ist wohl immer von Vorteil, wenn wir die Vorzüge der Natur genießen können. Das Grün der Bäume besitzt generell eine erfrischende Kraft. Das gilt übrigens auch für die Hainbuche (Carpinus betulus), unter deren Sinnbild die Tage zwischen dem 4. und dem 13. Juni im so genannten keltischen Baumkreis stehen. Diese Pflanzenart zählt übrigens zur Familie der Birkengewächse. Die Hainbuche hat für die Forstwirtschaft zwar eine geringe Bedeutung, für eine abwechslungsreiche Waldvielfalt ist sie jedoch im Flach- und Hügelland unentbehrlich. Ihre Blätter enthalten nun wertvolle Gerb- und Bitterstoffe. Daher liegt es nahe, diese grüne entfaltete Pracht auch für unser eigenes Wohl zu nutzen. Das umso mehr, da die Hitzewochen des Sommers uns erst bevorstehen. Ein Thema, das gar nicht so wenige dann beschäftigt, ist das sich mehr oder weniger häufig einstellende Gefühl der Abgespanntheit bzw. der Müdigkeit. In so einem Fall ist es angezeigt, eine erfrischende Unterstützung aus der Natur abzurufen und verwenden zu können. Da die Blätter der Hainbuche bereits in den vergangenen Jahrzehnten und Jahrhunderten eine hohe Wertschätzung erfuhren, ist es sicher angebracht, auch aktuell diese Sicht beizubehalten und dementsprechend etwas damit umzusetzen.

Auszug mit Blättern herstellen

Frische gereinigte Blätter der Hainbuche als erstes klein schneiden. Die Menge von 5 Esslöffel voll mit 1/2 Liter gutem Obstbrand übergießen. In einem verschlossenen Glasgefäß 14 Tage auf einer Fensterbank stehen lassen. Danach mit 1/4 Liter destilliertem bzw. abgekochtem und ausgekühltem Wasser verdünnen. Gut durchrühren, das Glas noch einmal verschließen und 14 Tage lang stehen lassen. Dann erst abseihen und in handliche braune Fläschchen füllen. Dieser Ansatz ist nun geeignet, eine erfrischende Abreibung auf der ganzen Haut durchzuführen, etwa nach dem Duschen. Oder am Bürotisch an heißen Tagen die Stirn damit abtupfen.

Hainbuche (Carpinus betulus) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum