Prävention mit pflanzlicher Kraft
7. Juni 2026Ein Kräuterteppich für das Herz
In der römisch-katholischen Frömmigkeitskultur steht momentan das Herz Jesu im Fokus vieler Andachten und Gebete. Mit dem Herzen des Erlösers wird er selbst als ganze Person verehrt und angebetet. Für uns ist unser Herz aus dem Leib ebenfalls nicht wegzudenken. Daher dürfen wir auf dieses Organ in unserer Gesunderhaltung besonders achten und ihm auch die Kraft der Kräuter angedeihen lassen. In der traditionellen Klostermedizin weiß man bereits seit Jahrhunderten, welche Gewächse sich dafür besonders eignen. Ihre Namen sind Andorn, Schafgarbe, Schlüsselblume, Melisse, Pfefferminze, Holunder, Königskerze, Lavendel und Gartenrose. Unser Herz ist von Beginn unserer physischen Existenz an bis zum letzten Atemzug ununterbrochen für uns da. Deswegen rechnen wir automatisch damit, dass es einfach funktioniert. Aus diesem Grunde möchte ich diesmal dazu einladen, die Aufmerksamkeit für den Dienst des Herzens zu erhöhen. Dies kann konkret Gestalt annehmen, indem die unterschiedlichen Wirkstoffe der aufgezählten Kräuter wie ätherische Öle, Bitter- und Gerbstoffe, Flavonoide und Glykoside in aufbereiteter Form dem Organismus zugeführt werden und wir auf diese Weise mithelfen, Förderliches in den Körper einzubringen. In gleichem Maße schicken wir dadurch Ruhe und Entspannung für die Nerven auf den Weg. Bedenken wir dabei vor allem, dass ein präventives Vorgehen in Sachen Gesundheit sich nicht bloß für die Krankenkassen rechnet, sondern vielmehr für die Qualität unseres eigenen Lebens.
Aufguss mit spezieller Mischung
Aus getrockneten und – wenn nötig – zerkleinerten Wuchsteilen von Andorn, Schafgarbe, Schlüsselblumen-Blüten, Melisse, Pfefferminze, Holunder- und Königskerzen-Blüten, Lavendel und roten Rosen-Blütenblättern eine ausgewogene Mischung zusammenstellen. 2 Teelöffel voll nehmen, mit 1/4 Liter kochendem Wasser überbrühen und 15 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Nach dem Abseihen den Kräutertee schluckweise zu sich nehmen. 3 Wochen lang 2 bis 3 Tassen davon trinken, um damit die Herztätigkeit zu unterstützen und gleichzeitig einen stabilen Kreislauf aufrechtzuerhalten.

Königskerze (Verbascum) © Aquarell von Adolf Blaim, Kräuterpfarrer-Zentrum